Buch 
Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
73
JPEG-Download
 

7Z

FunfzehndeOde.

l§ehr wohl gethan! Seht Mars entbrennt,

^anz Deutschland steht in neuen Flammen:

^ie Herrschsucht Ludewigs verwirrt den Occident,

^nd hetzt die halbe Welt zusammen.

Serien, dein Paradies

"O hier das theure güldne Vließ,

darnach theils Oesterreich, theils der von Anjou ringet.

^as Erbrecht schützt des Kaysers Sohn,

^ur List und Macht bestimmt den Thron

^em Prinzen von Bourbon, dem jeder Streich gelinget.

Aie Trummel schallt, der Streit hebt an,

E Welschland und am Rhein zu rasen:

^r stolze Ludwig thut, was er nur weis und kan,Flammen starker anzublasen.

^r Mayn erschrickt, die Mosel zagt,

Po wird matt, der Taguö klagt,beste Recht giebt nach, wo Trug und Wuth sich paaren,^lb Deutschland ist in Feindes Hand,a>eh, begleichen harten Standdu, Germanien! vorzeiten nie erfahren.

^)anz Würtemberg ist schon verheert,

Schwaben ist ein Raub der Feinde;y?kst Bäyern hat das Schwerdt auf Deutschlands Brusthast hu, mattes Reich! zum Freunde ? (gekehrt:^ bringt doch die Post davon> ^ Herscherinn aus Albion;

^ ^opard vermag dem Adler beyzuspringen:

^ Marlborough, und du, Eugen,stnd ber Wuth entgegen gehn,

allen Uebermuth des schnellen Siegers zwingen.

E 5 Wie