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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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131
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Neunte Ode. izi

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IX. Ode.

Als

Hr. v. Johann Gottfried

von Dieffeldorf,

^ayserl. Pfalzgraf und Bürgermeister der StadtDanzig 1731. den 24 May durch Leipzig nach demCarlsbade gieng.

I. f. N.

as regt ihr euch, ihr stillen Seyten?

Was klingst du, sanfter Citherlon?Vielleicht, weil mancher MusensohnUm seines Phöbus Huld will streiten!

Ja, Diesseldorf, der Weichsel Ehre,

Begrüßt das schöne Pleißathen;

Und da ichs kaum von andern höre,

Wie eifrig sie sein Lob erhöhn:

Empfind ich, aus besondern Pflichten,

Den allerstärksten Trieb zum Dichten.

Awar hat mich Danzig nicht gezeugek,

Der Ort, wo an dem weiten BeltWercur und Thetis Hofstadt hält,

Wo Pracht und Reichthum täglich steiget:

Doch hat mich eine Stadt gebohren,

Die Preussen sonst die Schöne hieß,

^ie zwar den alten Glanz verlohren,

^eit alles Unglück auf sie stieß;

^och stets, mit schwesterlichen Trieben,andern TyruS hold geblieben.

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Drum