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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Siebenzehnde Ode.

Ä6ie wußtest du das zarte ReisMit klüglichsanfter Hand zu beugen,

Die oftmals auch den wilden ZweigenDen rechten Wuchs zu geben weis.

Wie hemmtest du den eitlen Trieb,

Der auch die besten Seelen reget;Doch, da er leicht zu wurzeln pfleget,

In deinem Sohne kraftlos blieb:

Wie Gärtner sonst mit scharfen BlickenDas Unkraut schon im Keim ersticken.

jedoch es keimte hier nicht viel;Sein Geist war edel und erhaben,Und jede Neigung dieses KnabenEinschränkte kein gemeines Ziel.

Die Hand der bildenden Naturverschwendet selten die Geschenke;-jedoch, wenn ich zurücke denke,

Was man von deinem Sohn erfuhr:Do konnt ein jeder leicht ermessen,Die hätt ihr Sparsamseyn vergessen.

ÄFie schleunig wuchs in seiner Brust^er angebohrne Zug zum Wissen?

Was andre mühsam lernen müssen^griff sein muntrer WiH zur Lust.

unvergängliche Latein,

Zarinn es ihm so bald gelunge,Frankreichs anmuthsvolle Zungeschien ihm natürlich leicht zu seyn:

A was vermocht er in Geschichten"cht gleichsam spielend auszurichten?

Wo