i6 Der Oden drittes Buch.
Eeit hu nun mit weisen SinnenDeines Landes Ruder lenkst,
Lind durch fürstliches BeginnenTäglich neues Heil erdenkst;
Seit du Hof und Adel schmückest,
Stadt und Bürger glücklich machst,
Auch für deinen Landmann wachst.
Den du ebenfalls beglückest:
Hat dein höchstvergnügkeS LandNoch kein Ungemach gekannt.
Und was Wunder? Dein Bezeigen,.Grosser Herzog! macht fie froh.
Gnad und Güte sind dir eigen.
Ja du bist wie Salomo.
Niemand hat durch dich verlohren,
Was ihm Glück und Leben gab;
Dein ergriffner BischofsstabHat viel neues Heil gebohren:
Ja ich selbst bekenne frey,
Herr! daß ich dein Schuldner sey.
ZAard mein Vater mir entrissen,
Der zwar nicht dir selbst gedient,
Doch mit redlichem GewissenSich kein Unrecht je erkühnt;
Wußt ich in verlaßner Jugend,
Bey jö mancher Feinde Truß,
Nirgends Zuflucht, Rath und Schutz,
Als in »«schuldvoller Tugend:
So nahmst du ganz gnädiglichDeines Vorjahrs Amt auf dich.