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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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351
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Neunter Gesang.

kan ich die ißund für solche Vatertreu,tz^^nkbarkeit und Preis im Sarge noch entrichten?H^ahlt dir meine Hand den Abtrag ihrer Pflichten?

W nur, djx Schuld recht zu entgelten sey?

^ kj„ Ehrenmaal aus Erz und Marmor setzen,ll^ den Lebenden als Todten Ehre bringt;

den Tafelstein mit Heller Goldfchrift äßen,

^ die Sterblichkeit ein solches Haupt bezwingt,,^3EN prächtiger und ungemeiner Gaben,Vergeßlichkeit zum Eigenthum wird haben?

^ ^'ewohl Metall und Stein bezwingen nicht die Zeit;

verzehrt die Pracht der schönsten Ehrenmäler,^ ^°det oft das Lob der allergröbsten Fehlep

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wenden Natur, aus blinder Zärtlichkeit.

die Schmeicheley auf der Tyrannen Grüften,^>,1^ vernünftigen nur Mörderkammern seyn,^Unverdientes Denk- und Dankgerüste stiften?

uns solch ein Blick nicht die Gedanken ein:^ f ^te Laster auch mit solchem Lohne prangen,

^ die Tugend denn dergleichen Sold verlangen?

hast ^ edler Maltitz, nein! dein Lob muß fester stehn..^'e Ewigkeit durch Tugenden erworben,

Ä>v° dein hohes Lob, obgleich du abgestorben,

?>k als Erz, Metall und Stein vergehst.

> deine Faust fürs Vaterland gefochten,

h Tapferkeit in Braband Waffen trug?

^ Kronen hat dir dein Verstand gestechten,Seele nie ein Unfall niederschlug?

^>ich

Es dieß nach Herzenswunsch beschreiben!Nichts von dir der Nachwelt fremde bleiben.

Nur