Buch 
Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
353
JPEG-Download
 

Zehnder Gesang. zzz

X. Gesang.

Bey dem

Etipper- und Weidlingischm

H»chzeitfeste-

den 7 Febr. 17Z0.

^freyst, gelehrter Freund! und thust sehr wohl daran,Junggesellenstand steht dir nicht länger an;

M dein tätlich Brodt und kanst es auch erwerben,

^ was sollst du denn verweyst und ehlos stsrben?darinn ein Mann ganz einsam Tafel hält,^?^als so beglückt, ist nie so wohl bestellt;

1i»d ^ kluges Weib die Sorgen mit ihm theilet,s^Ern, xZ übel geht, des Kummers Wunden heilet.

Ns ^yest ferner so, daß selber deine Zeit,

^>d' r und dein Stand ein solches dir gebeut.

zwar erst ein Mann, doch warst du es an Jahren;^. dich mit der Braut sah durch den Priester paaren.^ , E>Ne Liebste selbst ist kein verscheuchtes Kind, .^^er Tage fast so viel, als deiner, sind.

hoc und sie ans Licht der Welt gebohren,

Hv Euch dje Natur einander auserkohren.

übereilst dich nicht in deiner Heyrathswahl,

^ ist x^topf bringet dich an dieses Ehgemahl;

Minder Trieb, der manchen bald entzücket,die erste Nacht das Hochzeitpaar beglücket.

? L, k deine Braut. Ach, das ist viel gesagt!

^nnt auch dich: Drum habt ihr nichts gewagt;^'drum könnt ihr nicht den nähern Umgang scheuen,^ und kan die Wahl euch nimmermehr gereuen.

Ä Du