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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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361
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Dreyzehnder Gesang.

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dächte man dereinst, wenn der gelehrten WeltHeiiren Ludwigs Bild noch ins Gesichte fällt;viel Tugenden, die seinen Namen preisen,

^ . ß Wissenschaft sich in Geschichten weisen:il^ .^chte man von mir, der ich sein Grab gesehn,

^ angst ^ gekannt, bevor sein Fall geschehn;

gemeinem Gram, und jedermanns Betrüben,^ine Muse bloß ganz taub und stumm geblieben?Nein! der Tugend Lob ist wahrer Dichter Pflicht;

^ bedarf dieß Blatt zu seiner Zierde nicht,h>^es Vaters Fleiß, Verstand und vieles Wlssen,

^>>l k ^rselbe sich der Sterblichkeit entrissen.

^ ^berühmter Stamm, kein grosses Gut und BlutSporn dazu, erhitzte seinen Muth:

^lst, sein Eifer selbst erweckte dieß Bestreben,

^dlex Trieb hat ihm den besten Sporn gegeben.

°dle Schlesien, das so viel Söhne zeugt,zieren Geist und Witz sein Ruhm noch täglich steigt,^ ^ipzig längst manch theures Pfand vertrauet,Rückkunft es hernach umsonst geschauet.

^ es oftermals mit reger Eifersucht:

^t die Lindenstadt mir meines Segens Frucht?

^ Mir zurück, was sie von mir empfangen,

^ 3 inskünftige mit eignen Kindern prangen.

^ief es in der That, als Ludwigs edler Ruhm^ Wachsthum kam. Der Züden Alterthum,> seiy^^ Wissenschaft, die Gott im alten BundeH ^ Volke sprach; der grauen Zeiten Kunde;

. .H^ögelehrsamkeit; die Lehre der Vernunft,

^dst immermehr der Weisen grosse Zunft^dll^ gewußt, und nach und nach verbessert;

^ ward Ludwigs Glück in Leipzig stets vergrößert.

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