Z62 Dreyzehnder Gesang.
Die Schriften zeigen dieß, die sein bemühterDavon ans Licht gestellt, wie fast ein jeder weis.
Es zeigets auch der Lohn, der seine Müh bekränzet,Wenn bald der Doctorhut auf seiner Stirn geglänzt'Wenn seine Schulter bald den blauen MantelschmuckDald gar im Reckorat den hellen Purpur trug;
Dabey man denn gesehn Minervens ZepterspitzenVor seinen Schritten her mit reinem Golde blitzen.
Seglücktes Vaterland! verbanne doch den 9?^Wenn deine Kinder hier die Bahn der EwigkeitMit starken Schritten gehn; und durch ihr edles Le^,Dich selbst und deinen Ruhm, so sehr, als sich, erhebt'So lange Leipzig wird im Flor und Ansetzn stehn,
So lange man den Fleiß, das Wissen wird erhöhn ;So lange Ludwig lebt in seines Witzes Proben,
So lange wirst auch du durch seinen Ruhm erhobt'
Ihr Freunde, richtet euch in eurem KummerErwegt zu eurem Trost des Vaters Tugendlauf.Verscharren wir sein Haupt bekümmert in der Erden?Was euer Vater war, das könnt ihr beyde werden- MSein Geist beseelt euch auch; Ihr wandelt schon die.'Darauf er keinen Schritt vergebens hat gethan.
Ihr fahret eifrig fort, dem Ziele nachzustreben;
So wird einst Ludewig in seinen Söhnen leben.