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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Andre Elegie.

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Wiewohl die theure Frau , so ißt als WittweVertritt mit Rath und That der rechten Mutter ^Sie hat mit dir und uns es immer wohl gemey"t,Und lindert uns auch hier die schwersten Trauerst' ^Verwandte! die Geblüt und Freundschaft unsErwegt nebst ihr den Schmerz zu früh beraubterErwegt, wie kummervoll die armen Erben sind,

Die sich mitThränenbrodtundAschenkuchen speisen«Vertretet Vaterstatt und bessert mit Verstand,Was ihrer Kindheit fehlt; versorget ihre Jugend:

Der Weg zu Glück und Heil ist ihnen unbekanntDrum leitet sie forthin mit kluger Hand zur Tuge>^'.

Wie schmerzlich klaget nicht der höchstbetrübte 2"Der unsern Seligen bedaurenden Gemeine? ^

Sie macht uys den Verlust mit tausend ThräntUnd zeigt, wie zärtlich sie um ihren Hirten weine.

Sie rühmet seinen Fleiß, sie preiset seine Treu,Womit er jederzeit die Heerde pflag zu weiden:

Sie lobet, wie beherzt seirr Muth gewesen sey,

Für seiner Schafe Wohl, als Christi Knecht, zu

leid^'

Gott lohne, rüstet sie, Gott lohne dein Gebeth,

Dein Wachen, deine Müh, dein Pflanzen und DegSo lange sich die Welt' in ihren Angeln dreht, ,Wird dein Gedächtniß auch im Segen bleiben NMlDer Heiland, dessen Amt du hier geführet hu!"Vergelte deinen Fleiß vor seinem Angesichte,

Und schmücke nun dein Haupt, nach überstand^

Mit jenem ewigen unwandelbaren Lichte. .

So seufzt das treue Volk, das seinen Tod bekas^Was kan, was soll ein Sohn zu solchen Wünscht"Genug, wenn er zum Schluß die kurzenMein Vater! laß mirs zu, dich ewig hoch zusch"^^F>

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