Buch 
Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
465
JPEG-Download
 

Dreyzehnte Elegie.

465

i>>e?

stellst du, strenger Arm! wenn unsre Thränen fliesten,

^ ^as angedrohte Leid nicht mehr, wie vormals, ein?

> der edle Stamm der hochgepriesnen Neusten^^erliert sein ältsteS Haupt, das eine Stütze war;

' was wir unsern Schmuck und unsre Krone heiffen,^gt starr, entseelt und kalt auf einer Todtenbaar.^stestor unsrer Zeit, an Weisheit und Verstände,Wissenschaften klug, Erfahrung reif gemacht;^der Geschichte Licht, von mehr, als einem Lande,jedem Reich der Welt, die Staatskunst beygebracht.Machender Ulyß in Regimentsgeschäfften,

"ber alles Glück und Unglück Meister blieb,

ledes Ungemach mit ungemeinen Kräften,festgesetzter Brust beherzt zurücke trieb.

^>tus seines Volks, an Sanftmuth und Verschonen,

^ sich die Gnade stets zur Richtschnur auserrvählt;'war es keine Pflicht, die Laster scharf zu lohnen,tzo. hätt er wahrlich gern auch diese losgezählt.

Ächzen Stadt und Land,, die Berge sammt den Flüssen,-dje Hof und Volk und jeder Unterthan;

Elster selber stockt in ihren Wassergüssen,

^i^eil die erstarrte Fluch nicht freudig wirbeln kan.Taale rinnt ganz matt in ihren krummen Gängen,

^ "^melndes Geräusch verstummt für Mattigkeit:bloß der Trauerten von unsern Klaggesängen^doppelt seinen Schall, und dringt noch eins so weit.^ächzende Metall auf unsern Thürmen stehnek,

^ ^ Erz der Glocken klagt und seufzt ohn Unterlaß:

^ sich alles so nach seinem Haupte sehnet,

^ ^cht mir der Kummer ja die Wangen billig naß.

'ber ich mehr an ihm, als sonst ein Mensch, verlohren,dessen Vater schon so manche Gnad empfieng:

Gg

Mir,