493
Achtes Schreiben.
» ch H **-»-*4 * » * » chH*
VIII. Schreiben.
An seinen Herrn Vater/
zu seinem Geburtstage.
1727. den 7 Sept.
theurer Vater! Pflicht und Eifer feuren mich ißt ^^ peltan, .
Daß ich deinGeburtsfefl heute schweigend nicht entehren^Daß sich meine Dankbarkeit mit gestärkten Trieben regebUnd dir dieß getreue Blatt freudenvoll vor Augen leget.Unsre Trennung, treuster Vater! schwächet meine LiebeHat gleich mein entferntes Auge dein geehrtes Angesicht . ..Schon bis in das vierte Jahr sehnsuchtsvoll entbehren wESo ist doch dein werthes Bild nicht aus meiner Bru!^
rissen. ^
Stündlich stellt sich in Gedanke dein Gesicht,dein graues-^.Und des wohlgewachönen Körpers ehrenwertheöAnfeh"^Stündlich siehet dich mein Geist in dem langen Priester^Und ergehet sich an dir mit der allerzärtsten Freude.
O wie wallte mir das Herze,wenn ich oft die Post empfle"^
Daß es dir «.deinem Hause glücklich und nach WunscheDaß dein hochgeschäßkesHaupt,bey des schwereAmtesE"JnGesundheit,Kraft und Heil,mitVergnügcn grauer ^
Und wie sehr war ich bekümmertkwenn mir ein betrübtes ,
Manchen Schmerz, der dich betroffen, wehmuthsvoll bet'
hat;
Wen dich bald ein Zufall traf, der des Leibes Kräfte sch"^Bald ein herber Todesfall,der entweder dein Geschlecht ^
«iit