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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Neuntes Schreiben.

Von solcher Mütter Zucht entstehen solche Kinder, ^

Als du, o Schöne! bist. Vor allem, wenn nicht nn^Die Vater eifrig, sind sie klüglich zu erziehn:

2)a Müssen in der That dergleichen Pflanzen blühn.

Ach dürft ich nur nicht selbst mein Unvermögen schellWie gerne wollt ich dir die Gültigkeit vergelten,

Die du mir schon erzeigt. Nrmm diese Blatter an,

Bis ich dir, schönes And! was bessers liefern kan.

Das ist, du weist es schon, die Poesie der Preussen,Dadurch lch auch so gar die Nymphen an der Pleisse" ^Einst schamroth machen will. Denn sind dieselbe» 9An Geist und Artigkeit, Verstand und Schönheit reich'So ist doch keine dir, so viel ich weis, in Sachsen,

So jung und zart du bist, im Dichten recht gewacht'Du ehrst dein Vaterland durch deinen schönen Kiel,Dein Preussen wird dereinst dein reines SeytenspielAus Stolz verewigen. Drum fahre fort im SingetDu Muse deiner Zeit! Denn deine Lieder klingenSo rein, so angenehm, so munter und beliebt,

Daß jeder, der sie hört, dir Kranz und Lorber giebt.Was sonst die Möllerm in Königsberg gewesen,

Das wird dem Danzig einst von seinerKulmus lese"'Und ich will frölich seyn, wofern es einst geschieht,

Daß auch die Welt dem Lob in meinen Reimen sieh^'

Laß deine Aeltern sehn, was dir dein Knecht gestörtUnd sprich, er werde dich stets rühmen, ehren, lieben - ^Weil dejn Verstand und Witz, der mehr sein Herze zAls alle Schönheit thut, auch in die Ferne dringt-Und mit vergnügter Brust gestehen, und bekennen,

Er schätze sich beglückt, sich deinen Knecht zu nennen»

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