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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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505
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Zehntes Schreiben. 505X. Schreiben.

^HerrnGeorgeSoLerius,

bey seiner

Magisterpromotion in Leipzig.

? 7 2 8 .

g/ I. 5 N.

^ ^ iorberkranz ein würdig Haupt geschmückt:

^Sv ist es der, o Freund!. den man an dir erblickt;heute dein Verdienst Minerven abgedrungen:

1 ^Nn mancher ihn durch Geld erhandelt und erzwungen,sieht ja, wie es geht bey der verderbten Welt,

^ Seide, Sammt und Gold dem Witz die Wage halt;H ° ej„ verbrämtes Kleid die Oberstelle krieget,

^ Weiser Diogen halb nackt im Fasse lieget.

^ jedoch, was klag ich viel? dieß ist der alte Lauf.

^cht nur im Juvenal, und schlagt den Flaccus auf,werdet ihr mit Lust dieß umgekehrte Wesen^ dem bejahrten Rom und seinen Bürgern lesen.

^Hvn damals hieß der klug, der Geld und Gut besaß;pii^' von Geschlecht, der prächtig trank und aß;

hoch wohlgelahrt, der als ein Glücksgeschenke,wohlgepuht Gemach voll grosser Bücherschränke,

H ^ blossen Staat und Pracht,den lieben Schmeichlern wies,

, H?" welchen jeder ihn, als einen Plato, pries,kss Lucians gewürzte Spöttereyen,

^über sich «och itzt die ÄrajermuseN freuen,

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