580 Siebenzehntes Schreiben.
Genug! dem Beyspiel selbst, mein Freund! bestärk
mich,
Du raubst der Themiö nichts, sie selber liebet dich.
Dein Witz, dein Emsigseyn und dein gelehrtes Wache"Kan dir der Göttinn Huld und Herz zu eigen machen.
Da hast du nun den Lohn, da hast du nun die Frucht,Darnach du längst gestrebt, die du so sehr gesucht.
So pflegt in der Natur auf Schweiß und Samenstreu^Den Schnitter bald darauf die Erndte zu erfreuen.
Glück zu, belohnter Freund! die Wohlfahrt folge dir,Dein werthes Vaterland, dein Frankfurt winket mir,
Und will, ich soll dich nur zu fernerm Fleiß entzünden,Den Lohn dafür sollst du in seinen Mauren finden.
Du thust es von dir selbst; drum schweig ich mit Bed^Und da auch Venus oft den Themiskindern lacht:
So wünsch ich, wenn du selbst es wirst für rathsam schäß^Daß dich die schönste Braut aus Frankfurth mag ergeht'
XVM.Sch^