5Z8 Zwanzigstes Schreiber!.
Die ihm die Welt gelegt; den Geist mit Thorheit näh^<Der innerlichen Lust den Ausbruch nicht verwehrt,Bevor die Fertigkeit im Bösen zugenommen:
Dem ist es freylich schwer, der Tugend nachzukommenAllein, wer so, wie du, mit früher Kraft gekämpft,
Die Knospen böser Lust in seiner Brust gedämpft,
Und glücklich übermannt; der ist schon werth zu schä^ *Daß wir dem Alterthum ihn an die Seite setzen.
Ich lobe hier, o Freund! das Prächtigste von dikkAllein, wo bleibet noch der Eigenschaften Zier,
Die deine Tugenden der Welt gefällig machten, -Und dir der Menschen Gunst vorlängst zuwege bracht^Ganz Erfurt kennt dich schon- Dein Wissen nützt der ^Der dein getreuer Sinn sich ganz gewidmet hat.
Sie sieht dich in der Zahl der klugen Väter sitzen,
Und ihrer Wohlfahrt Bau mit weisem Rathe stützen.
O! welch ein herrlich Lob, das jeder Bürger preist,Der dich den trefflichsten von Erfurths Söhnen he>A'-^Das andre, das dich schmückt, so groß es ist, mußUnd ich darf nur zuletzt den Glückwunsch überreichem
Hier ist er kurz und gut. Dein Ehstand sey beS^Es werde dir das Ziel der Hoffnung nie verrückt,
Das sich dein Wunsch gesteckt! Geneuß in jungenDie Ehre, der oft kaum die Greise würdig waren!
Dein Haus vermehre sich, und schenke deiner StadtEin tugendhaft Geschlecht, das dich zum Muster hat!Dieß ist mein ganzer Wunsch, wozu ich dieß nochVerstatte, daß dein Freund sich stets an dir vergnüg^'
H A A