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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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548
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548 Drey und zwanzigstes Schreiben.

Ich merke, daß man hier vielleicht den Einwurf macht/Eö sey kein Lob für dich, was ich hier auögedacht;

Das hiesse gar nicht viel, den Sohn dahin zu führen,Wo so viel andre stehn, und sich mit Lorbern zieren;

Und wo die Würdigkeit nicht stets alleine macht,

Daß ihnen solcher Schmuck vor andern wird gebracht« .Das sey kein grosser Ruhm, den Sohn nach zwanzig JEMagistermäßig sehn; nachdem man oft erfahren,

Daß hier und sonsten oft ein fünfzehnjährig Kind,

Bey dem Verstand und Witz noch gar nicht zeitig sind,Der weisen Pallas Ring, nicht ohne Ruhm, gewonnen rUnd also hätt ich dir ein schlechtes Lob ersonnen.

Jedoch, was ich gethan, ist mit Bedacht geschehn.Ich habe deines Sohns Geschicklichkeit gesehn,

Und seinen Fleiß erkannt, und dich und ihn gepriesen,Wenn beyder edles Thun sich so gefetzt erwiesen ;

Nicht gar zu sehr geeilt, wie so viel andre thun,

Die nachmals müde sind, und desto länger ruhn: ^

Nein, sondern Schritt vor Schritt die rechte Bahn gega^Um desto sicherer zum Zwecke zu gelangen.

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Das wird gewiß geschehn; man sieht es schon voräEErfreue dich dabey, du hochgeschätztes Haus!

In kurzem wird die Welt aus tausend Früchten lese»,Wie edel dieses Reis, wie schön sein Stamm gewesen«

XXIV.S^''