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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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549
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Vier und zwanzigstes Schreiben. 549

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XXIV. Schreiben.

Herr Joh. Friedrich Wilhelm

von Jerusalem

^ie philosophische Lehrerwürde in Wittenberg

annahm. 1 7 zr.

M>o nimmst du endlich doch den Schmuck der Pallas an,^ÄDen mancher,werther Freund! so schwer erwerben karhfingest, daß du dich nicht übereilen wollen,

.kohl die Göttinn dir ihn längst schon schenken sollen.

Jahre sind es fast, daß Leipzig deinen Geist^'k Wih, Gelehrsamkeit und Wissenschaft gespeist:

^ dein Bemühn ist hier so glücklich angeschlagen,aß dein Verstand und Fleiß viel Ruhm davon getragen.

k. Ja, Freund! die Ehre folgt der wahren Tugend gern.^ unterscheide nur die Schalen und den Kern ;

^Mische nicht ein Blatt voll schmeichelhafter Lügen,sich meistentheils die Thoren nur vergnügen,

^ einem echten Ruhm, den selbst die Wahrheit giebt,^"weis, wie sehr der Stolz der Heuchler Weihrauch liebt;^Um erzwingt er ihn mit Schmausen, Spielen, Saufen,^ Pfleget ihn wohl gar mit Gelde zu erkaufen,sodann heißt solch ein Held, den Phöbus nie gekannt,

^ kerva nie geliebt, vielminder Sohn genannt,

Musen nie genährt, der Abschaum eitler Geister;kurzer Inbegriff der sieben weisen Meister.

^ Mich, Werther! kennst du schon u. hast vielleicht bemerkt,^ meine Muse nie der Laster Wahn gestärkt.

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Mein