Vier und zwanzigstes Schreiben. 551
auch dein liebster Pfad. Hier hast du dich grübet,ihre Muster mehr, als neuen Tand geliebet.
^ schreibst und sprichst du wohl.Das macht,du denkest erst,^stehst und glaubest selbst, bevor du andre lehrst:darum kan es dir an Beyfall nicht gebrechen;
^ dir nicht glauben will, der höre dich nur sprechen.
> ^ ^0 klingt das kurze Lob, das dir mein Griffel giebt:
seht! wird nicht der Neid nach seiner Art betrübt?
^ durft den Zweifel ein: Was man von dir gepriesen,h ds sey noch öffentlich durch keine Schrift erwiesen,^itnvurf ohne Grund! MeinFreund! wer schließt denn so ?
schreibt Herr Gernegroß ein Buch in Folio;
^lim ist er grundgelehrt: Socrat hat nichts geschrieben;?d>n ist xx lebenslang ein Ignorant geblieben.
^t das nicht demonstrirt ? Wie mancher schreibt doch nicht,dem hernach die Welt mit gutem Grunde spricht:
^ hätte doch der Mann die Bücher nicht geschrieben,
0 dräre nsch sein WlH in mehrerm Ruff geblieben!
^ ^och, Freund ! indem dich iht Minervens Lorber schmückt,^d>irst du uns zugleich aus Leipzig weggerückt.
schade, daß wir dich bereits verlieren sollen,
^fich dje Musen erst an dir recht laben wollen!
^wohl dein Osnabrück verlanget dich zu sehn.
hin! doch sag ihm auch, wie schmerzlich es geschehn»denn hast du hier an Pallas Brust gesogen:
^ du doch allda gebohren und erzogen.
^ ^ hin! und mache bald die schönen Gaben kund,verklärter Geist, die dein beredter Mund«ach Hause bringt. So wird sich niemand scheuen,
Manches Jahr, als du, der Lehrbegier zu weihen.
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XXV.Schrei.