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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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551
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Vier und zwanzigstes Schreiben. 551

auch dein liebster Pfad. Hier hast du dich grübet,ihre Muster mehr, als neuen Tand geliebet.

^ schreibst und sprichst du wohl.Das macht,du denkest erst,^stehst und glaubest selbst, bevor du andre lehrst:darum kan es dir an Beyfall nicht gebrechen;

^ dir nicht glauben will, der höre dich nur sprechen.

> ^ ^0 klingt das kurze Lob, das dir mein Griffel giebt:

seht! wird nicht der Neid nach seiner Art betrübt?

^ durft den Zweifel ein: Was man von dir gepriesen,h ds sey noch öffentlich durch keine Schrift erwiesen,^itnvurf ohne Grund! MeinFreund! wer schließt denn so ?

schreibt Herr Gernegroß ein Buch in Folio;

^lim ist er grundgelehrt: Socrat hat nichts geschrieben;?d>n ist xx lebenslang ein Ignorant geblieben.

^t das nicht demonstrirt ? Wie mancher schreibt doch nicht,dem hernach die Welt mit gutem Grunde spricht:

^ hätte doch der Mann die Bücher nicht geschrieben,

0 dräre nsch sein WlH in mehrerm Ruff geblieben!

^ ^och, Freund ! indem dich iht Minervens Lorber schmückt,^d>irst du uns zugleich aus Leipzig weggerückt.

schade, daß wir dich bereits verlieren sollen,

^fich dje Musen erst an dir recht laben wollen!

^wohl dein Osnabrück verlanget dich zu sehn.

hin! doch sag ihm auch, wie schmerzlich es geschehn»denn hast du hier an Pallas Brust gesogen:

^ du doch allda gebohren und erzogen.

^ ^ hin! und mache bald die schönen Gaben kund,verklärter Geist, die dein beredter Mund«ach Hause bringt. So wird sich niemand scheuen,

Manches Jahr, als du, der Lehrbegier zu weihen.

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XXV.Schrei.