564 Acht und zwanzigsteMchreiben.**********************XXVIII. Schreiben.
An
Hrn. D.Gottfr.Thomas LudeD
bey seiner Verheyrathung»
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geliebter Ludewig! Man spricht: Ein Wort,ein'So heißt der Deutschen Spruch, den man nicht"
chenkan.
Denn was man so verspricht, das pflegt, nach Art derAEin rechter Biedermann ganz unverrückt zu halten.
So geht es iho mir, indem dein HochzeitfestEin Blakt von Mir verlangt, und mir nichts übrig läßt/Was sonst zur Ausflucht dient; dafern man sein Versss^So gern mans halten will, genöthigt wird zu brechetIch bin ein deutsches Blut und halte gern meinIch hab es zugesagt, drum lag mirs immerfortBey Tag und Nacht im Sinn: Und dabey muß es bleib"'Ich soll und muß dir noch ein Hochzeitcarmen schreibt"'
>l<> ^
Du bist eö in der That für hundert andern werth« ^
Dein Herz ist ohne Falsch, dein Geist ist aufgeklärt, ^
Dein Umgang angenehm, dem Wissen auserlesen: ^
Noch mehr, du bist auch stets den Musen hold gewefl"' ^Die Dichtkunst ehret dich, als ihren besten Freund;
Du kennest, was sie schmückt, und was nur zierlich ^
Und pflegst ein Meisterstück vor schlechter Sudler ütz
So zart ist dein Geschmack, vernünftig anzumerken.