Acht und zwanzigstes Schreiben. 565
* > Allein, wie geht es an, dir ißt ein Lied zu weihn?
. ^Muse, die mich treibt, scheint müd und matt zu seyn,sie fast noch nie so viel zugleich gesungen,
^ Pflicht und Schuldigkeit ihr kürzlich abgedrungen.
^ 'ch aus Dreßden bin, ist dieß das achte Blatt,
^ Man bald hier, bald da von ihr gefordert hat.
^ scheint sie ganz erschöpft an Reimen und Gedanken.
^ ich, an ihrer statt, mich mit dem Hübner zanken:
^ wär es vollends nichts; denn da giebt mancher acht,i ^ oft her Reim den Vers, nicht dieser den gemacht.
^ ^ ^drer spräche gar, der Einfall sey entlehnet,
^ ^ würde, wie du weist, mein ganzes Blatt verhönet.
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H^as reim ich nun auf dich, da dich der Priester schon^.deinerBraut vermählt? Und was für einen Ton'ch Eukerpen an, darnach sie dich besingen,
^ deinen Ehstand soll in neue Lieder bringen?
auch, was ich will, so komm ich ißt zu spät,tz. d»er zu langsam kömmt, wird ganz gewiß verschmäht;daß alles sonst untadelhaft gewesen,mußt du ja von mir ein Blatt voll Reime lesen:
^ dimnr damit vorlieb, was Pflicht «.Freundschaft schreibt,^ nreine Muse dir das Ihre schuldig bleibt.
^un laß mich auch ein Wort von deiner Heyrath sagen,^!rer Lindenstadt, in den verwichnen Tagen,
> halbes Wunder war. Doch da ist nichts geschehn,
^ ^ dir ein Vorwarf ist. Du hast vorlängst gesehn,
. ^me Reichelip für Tugenden gezieret,
'->>/ ^ kluge Brust war längst dadurch gerühret.
^ seyest freylich nicht aus Geiz und Eitelkeit;
^ sonst die meisten thun, die es hernach gereut,
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