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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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579
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Zwey und dreißigstes Schreiben. 579

schade, daß das Werk, darinn du sie besiegt,

^'chk längst der klugen Welt gedruckt vor Augen liegt;^°nst würde jedermann das grundgelehrte Wesen,dadurch du triumphirst, mit tausend Freuden lesen.

. Jedoch die Demuth bloß verhindert dich daran,^ Demuth, die sich selbst kein Gnügen leisten kalt/

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jedem Stolzen weicht, und ausser deiner Bürde,du für andre trägst, gern allen weichen würde.

»?E>n, das kanst du nicht, das darfst du auch nicht thun,

^ siehst der Kirchen Heil auf deiner Sorgfalt ruhn;^siehst, wie Herrschsucht, Geiz und Tücke sie verwirren;^ siehst ganz Preussenlanv nach Schuß und Hülfe girren,^ niemand schaffen kan,wenn du so furchtsam schweigst,deinem Könige nicht ihre Bosheit zeigst,offner dir den Mund; du sprichst für die Gemeinen:y^hlbar wird der Tag des Trostes bald erscheinen,dich der König hört, so muß er deutlich sehn,wieder seinen Zweck so ungerecht geschehn;

Misbrauch seiner Macht, die man verehren sollte,

Ässern man Gott und ihm getreulich dienen wollte.

^ ^ sorgt so väterlich, als er, für Volk und Land?^HeuchlerHerrschsucht nur verdreht mit frecher Hand^ Absicht seines Raths zu ihrem Nebenziele,

Gott und König nur zu einem Kinderspiele.

f^Aus i treuer Knecht des Herrn! auf! rüste deinen Muth!

^ weis, was Gott durch dich noch für ein Wunder thut.

^ 2! zeuch nur muthig hin, wo Friedrich Wilhelm thronet,^ dem Gerechtigkeit und strenge Rache wohnet.^Preussen seufzt für dich, der Himmel hört sein Flehn:^>rst den stolzen Feind gewiß erniedrigt sehn.

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