Zwey und dreißigstes Schreiben. 579
schade, daß das Werk, darinn du sie besiegt,
^'chk längst der klugen Welt gedruckt vor Augen liegt;^°nst würde jedermann das grundgelehrte Wesen,dadurch du triumphirst, mit tausend Freuden lesen.
. Jedoch die Demuth bloß verhindert dich daran,^ Demuth, die sich selbst kein Gnügen leisten kalt/
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jedem Stolzen weicht, und ausser deiner Bürde,du für andre trägst, gern allen weichen würde.
»?E>n, das kanst du nicht, das darfst du auch nicht thun,
^ siehst der Kirchen Heil auf deiner Sorgfalt ruhn;^siehst, wie Herrschsucht, Geiz und Tücke sie verwirren;^ siehst ganz Preussenlanv nach Schuß und Hülfe girren,^ niemand schaffen kan,wenn du so furchtsam schweigst,deinem Könige nicht ihre Bosheit zeigst,offner dir den Mund; du sprichst für die Gemeinen:y^hlbar wird der Tag des Trostes bald erscheinen,dich der König hört, so muß er deutlich sehn,wieder seinen Zweck so ungerecht geschehn;
Misbrauch seiner Macht, die man verehren sollte,
Ässern man Gott und ihm getreulich dienen wollte.
^ ^ sorgt so väterlich, als er, für Volk und Land?^HeuchlerHerrschsucht nur verdreht mit frecher Hand^ Absicht seines Raths zu ihrem Nebenziele,
Gott und König nur zu einem Kinderspiele.
f^Aus i treuer Knecht des Herrn! auf! rüste deinen Muth!
^ weis, was Gott durch dich noch für ein Wunder thut.
^ 2! zeuch nur muthig hin, wo Friedrich Wilhelm thronet,^ dem Gerechtigkeit und strenge Rache wohnet.^Preussen seufzt für dich, der Himmel hört sein Flehn:^>rst den stolzen Feind gewiß erniedrigt sehn.
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