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Viertes Lehrgedicht».
^ie kan die Weisheit doch mit ihrer Kunst bestehn?
Aristoteles wird nie zum Kranken gehn,
2Üa§ kan ein rechter Arzt? Purgiren, schröpfen, schwitzen,^er dieses lernen will, was wird dem jene nützen?
^ie liebe Logik hilft für keine Colica,
^as nützt der beste Schluß im klugen Barbara?
hat ein Patient ein Sophisma vonnöthen?
^ein hitzig Fieber weicht bey solchen Amuleten.
^ie Metaphysik weis von keiner Heilungskraft,
^as Podagra erschrickt vor keiner Wissenschaft,
^nd Averroes kan, mit tiefgesuchten Grillen,
^ie Duns und Albert selbst, kein kleines Zahnweh stillen^^as soll die Sittenkunst beym Krankenbette thun?
Gesetzt, sie waren schwach, sie könnten gar nicht ruhn.
^ird hoch kein Socrakes, mit allen Wundersachen^er herrlichsten Moral, die Schmerzen leidlich machen,wenn die Staatskunst selbst ihr Aeuserstes versucht,bleibt ihr ganzer Fleiß ohn alle Kraft und Frucht.
^er Kranken Haupt ist matt von ungesunden Dünsten,
^as hilft der theure Kram von allen sieben Künsten?
Jedoch ich höre schon ein Murmeln und Geschrey,
^ gehst ja, ruffet man, die Physik ganz vprbey,
^ie her Natur; die muß vor allen Dingen,.
^en Meistern unsrer Kunst den größten Vortheil bringen.
. Ganz recht, ihr irret nicht, der Einwurf ist vergönnt,Ässern ihr offenbar und deutlich zeigen könnt,zu des Kranken Heil die grosse Luftmaschine,
Bläschen von Mercur, ein stralend Theilchen diene?^'dessen hat gewiß ein Mokiere recht,
ganze Heilungskunst ist ungewiß und schlecht:brauchet keinen Witz, kein eifriges Studiren,altes Weib kan oft am glücklichsten curiren.
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