Fünftes Lehrgedichte. 595
V. Lehrgedichte.
Die Pflichten eines Lehrers derWeltweisheit.
An ein Paar Freunde,
bey ihrer Magisterpromotion.
1729,
geht und tretet denn auf die geweihten Stuffen,^ADahin euch Glück u.Rechtghr werthen Freunde! ruffei^^Ppfangct nach Verdienst der Lorberzwcige Schmuck,ihn so würdig trägt, der trägt ihn würdig gnug;darf auch Momus nicht den bittern Vorwurf dreuen,^ andre sonst mit Recht bey neuen Titeln scheuen.
^Allein, verzeihet mir, wenn euch dieß Blatt erklärt,
«s Pallas eurer Stirn für einen Kranz gewährt k^ " was es heißen soll, wenn sie von ihren Söhnen^ Anstalt machen läßt, euch öffentlich zu krönen?
^ Mancher kennt dabey nicht sie, nicht seine Pflicht,
^bst den hohen Werth von dieser Würde nicht;geht und eilt und läuft, mit ungewaschnen Händen,
^ ^ervens Heiligthum und Götterhayn zu schänden,wenn es ihm gelingt, so bleibt er, wer er war.
Werk, kein halbes Werk, kein einzig Wort so gar,
^ "eckx hernach von ihm, daß er im Lehrerorden,vergrössert hat, ein tüchtig Glied geworden.
H?' Freunde ! wißt es zwar, und habt es längst bchacht-euren blauen Hut sosehr verächtlich macht;
Pp 2 Ja