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Fünftes Lehrgedichte.
^ie weife Männer thun; der irrt bey offnen Sinnen,schmeichelt sich umsonst die Göttinn zu gewinnen.
So, so war Socrakes, MinervenS echtes Kind,war auch Epicur, der grosse Mann, gesinnt;
^er darin» nur gefehlt, daß er die weiten Bogen
Weltraums dem Geschick der Gottheit ganz entzogen:hat sich Zeno stets und Plako dargestellt;wies sich Epictet als einen Tugendheld;war auch Cicero mehr in der Zahl der Weisen,
Als jn der Rednerzunft, für ungemein zu preisen.
Dich, Cato, hat der Tod weit mehr, als ihn, erschreckt)
Als er sein graues Haupt dem Mörder hingestreckt,ist ein Seneca in Pallas Dienst gestorben;hat sich Antonin ein ewig Lob erworben;hat Boethius, das Bild der Redlichkeit,
^icht des Tyrannen Zorn, nicht Bann und Tod gescheut;'
haben andre mehr, die noch die Welt erhebet,
^er Tugend nachgejagt, der Weisheit nachgestrebek.
Ruhm verschwindet nicht, so lange Sonn und Mond^ie Zeiten theilen wird, der Mensch auf Erden wohnt.
Das sind die Helden nun, aus die euch Pallas führet,Ihr Freunde! wenn sie euch die muntre Scheitel zieret.-^ie sie, als Mentor dort, dem jungen Telemachvon Ulyssens Muth, Utyssens Tugesid sprach:
reizt sie einen Geist, der von dem Himmel stammet,^ dem die edle Glut der Weisheitsliebe stammet,
Der fast vergeßnen Spur der Alten nachzugehn,
^ stch, wie sie gethan, durch Tugend zu erhöhn:
Durch Tugend, die sich zeigt durch ein vernünftig Wissen,Die Gott und Menschen dient, und sich dem Wahn entrissen.
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