6io Achtes Lehrgedichte.
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VIII. Lehrgedichte.
Von der Schändlichkeit der Lästerung.Bey dem Absterben
-7Z2. deti27Febr.
Hm. M.Zust Gottfried NaberierÄ
Freund! so war für dich kein später Ziel zu hoffen ?unverhoffter Schmerz, der unsre Brust betroffen!Fünf Tage sahen dich gesund und krank und blaß,
Und auf der Baare stehn. Ach! wer gedachte das,
Als du vor kurzer Zeit bey guten Freunden fassest,
Und in erlaubter Lust die letzte Mahlzeit äffest?
Die letzte, wo du dich in dieser Welt ergeht,
Und wo der Traurigste den Gram beyseite setzt;
Die letzte, wo dein Mund gelachet und geschehet.
Und keiner das besorgt, was uns nunmehro schmerzet. ,Was thut der Pöbel nun, den sonst dein Geist gestö^Er lacht und freuet sich, wenn er uns klagen hört,
Und glaubt, nun sey es Zeit, da deine Lippen schweige»/Den alten Groll einmal ganz ungescheut zu zeigen.
Wie sonst der kühne Leu, der ganze Wälder schreckt,
Nach welchem, weil er lebt, kein Thier die Klauen strecktWenn er erstarrt und stirbt und seine Kräfte scheiden,Auch feiger Hasen Spott und Uebermuth muß leiden.
So lang er lebend war, schien auch der Wiederhol!
Von seiner Stimme schon ein harter Donnerknall,
Doch itzt hat alles Herz, sich frech an ihn zu wagen,
Jtzt will kein fauler Hund an seiner Kraft verzagen. ^