4.HüUptst. i.Abs. SchicksaledekenglandischenHandlungsgeselschaft. izr
Racoup war nun bis auf das Castel, nebst ohngefthr einer halbe»! Meise Landesauf der Mittagsscite desselben, von der ganzen Insel Meister. Um nun die Besatzungzur Uebergabe zu zwingen, so errichtete er auf dem DunIeree Hügel, von welchemman das Castel bestreichen kau, eine Batterie, und fügte den Belagerten von da sehrgrossen Schaden zu. Hierauf brachte er vier grosse Kanonen in das Zolhaus, dasindianische Haus genant, und errichtete bey Moc-dys Hause, ohngefehr zweihundertSchritte von dem Fort, eine Batterie, vor welcher man nicht ohne Gefahr aus demThore des Castels heraus gehen konte, bis eine Schanze in Gestalt eines halben Mon-des aufgeworfen wurde. Der General (Lhild nahm seiner Seits alle ihm damals nurmögliche Maasregcln zu seiner Vertheidigung. Es wurde jederman ohne Ausnahmezum Dienst gezwungen, und dreitausend Gauvajees als Hülfsvölker in Sold genom-men. Dieses machte, daß man Mangel an Lebensmitteln litte. Um nun dieserNoch abzuhelfen, so wurde eine Flotte von kleinen Schiffen zum Kreutzen an den mo-gulschen Küsten abgeschicket, welches auch seine gute Wirkung hatte '> denn dieses Ge-schwader kam, nachdem es sehr glücklich gewesen, wieder zurück. Insbesondere wur-de unser Verfasser, der Capitain -Hamrltcm, von dem wir diese Nachricht haben,zum Dienst gezwungen und zum Befehlshaber einer Fregatte von neun Tonnen La-dung, zwanzig Soldaten und sechzehn Rudel-knechten, gemacht. Mit dieser geringenMannschaft brachte er neun Prisen nach Bombay, die grostemheils mit Lebensmittelnund Kleidungsstücken für den Feind beladen waren. Er beklagt sich aber über eine,als dem Dienst höchst nachtheilige Ungerechtigkeit; nemlich daß die Kreutzer keinenTheil von den gemachten Prisen bekommen; ja, daß man ihnen sogar die ersparte Löh-nung, unter dem Vorwaud, daß es ein Theil der Prise wäre, mit Gewalt zum Nutzender Geselschaft genommen. Auf diese Weise wurden sie in ihrer Pflicht nachlaßig lind
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Diese Unglücklichen musten mit eisernen Kettenan ihren Hälsen, als einem Merkmal der Schan-de, durch die Straffen gehen. Im Jahr i6z6war Sir A. Weyburn aus England mit einerVelmachr von dem Könige abgeschicket worden,das Amt eines Admiralrichters zu verwalten, undes war ihm noch eine andere Volmacht von der^eseischist durch ihren Vorsteher ertheilet worden,von der man ihm weisgemachet, daß sie vornKönige unterschrieben sey, nemlich dreizehn vonden Einwohnern in St. -Helena zu vsrurtheilenUnd hinzurichten, weil daselbst ein gewisser John-son der zweite, in einem durch die Unterdrückungdes Gouverneurs dieser Insel veranlassten Auf:4'"hr, qrtödtet worden war. LDcyburn lief beyseiner Reise nach Indien zu St. -Helena ein,aln-o die dreizehn Verurcheilten ohne Umstände«der Preces hingerichtet wurden; ein Verfahren,da» der Geselschaft nachher theuer zu stehen kam"'-ö dem lweyburn vielleicht einen gewaltsamen^«d gekoster haben würde, wo dieses nicht einnarsicher verhindert hatte. Man hält dafür, daß
er sich die vielen unrechtmäßigen Handlungen bcSGeneral Lhilds und die persönlichen Beschim-pfungen, welche ihm derselbe zugefüget, so sehrzu Gemüthe gezogen, daß sein Tod dadurch ver-ursachet worden, der sich auf Bombay ohngefehrzwey Monate vor dein Einfall der Indianerereignete. VVeyburn wurde, des Vorfalles aufSt.-Helena ohncrachtct, als welcher ihm nichtzugeschrieben werden mus, bey seinem Tode vonallen rechtschaffenen Leuten, die ihn gekaut, sehrbcdauret. Kurz, das Betragen der Vorstehervon den Angelegenheiten der Handlungsgeselschaftin England schien mit ihres Gouverneurs seinemin Indien völlig einerley zu seyn. Da der Ca-pital»-Hamilton der einzigeist, der eine Nach-richt von den Begebenheiten dieses Zeitpunctes er-theilet, so mus sie der Leser cum xftano lalis ver-stehen. Der Capitain scheinet ein ehrlicher aberhitziger, und in seinen Neigungen und Vorurthci-len unbeweglicher Mann gewesen zu seyn. Vol. l.k- 2-4-