Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
133
JPEG-Download
 

4. Haupts!, r. Abs. Schicksale der engländischen Handlungsgeselschaft. i z z

des indianischen Monarchen zu hintergehen. Er nahm bey seiner ersten Audienz Ge,legenheit, die Macht und Gewalt der Holländer zu erheben und der Engländer ihrezu verachten. Der Mogul schien ein Vergnügen daran zu haben, und befahl ihmdaher fortzufahren. Baroon sagte ihm sodann: Grosbrittanmen wäre in Der«gleichung gegen Holland eine arme, schwache und verächtliche Nation, eine Nation,die wankelmüthig, leichtsinnig und beständig in Uneinigkeiten und bürgerliche Krie-ge verwickelt wäre. Die Holländer hätten sich genöthiget gesehen, den Engelän-dern einen König zu schicken, um sie zu regieren; und wenn seine Majestät dieselbenvon der Handlung mit dero Unterthanen ausschlössen, so würden die Generalstaatendenselben mit weit mehrerem Vortheile für Indien treiben, Sr. Majestät Kastenmit Schätzen anfüllen, und sein Volk glücklich machen; da hingegen die Engländernicht wissen würden, womit sie ihr tägliches Brodt erwerben solten. Der Mogul ant-wortete sehr ernsthaft: wenn die Staaten den Engländern so sehr überlegen wären,wie er gesaget, so würde es ein leichtes für sie seyn, dieselben aus Indien zu vertrei-ben und die ganze Handlung allein an sich zu bringen, und ersuche ihn, seinen Her-ren zu wissen zu thun, daß er dieses von ihnen erwarte. Baroon entschuldigte sichhierauf, rindern er vorqab, daß er ohne Verhaltungsbesehle aus Holland nichts in derSache thnn könte. Sodann gab ihm der Prinz einen Verweis und zeigte, daß er dievon ihm vorgetragene Unrichtigkeiten einsehe: .,Es ist euch sehr wohl bewust, saget«Aurengzed, daß vor ohngefehr siebzehn Jahren der König von Frankreich fast«euer ganzes Land innerhalb wenig Tagen überschwemmete, und sich desselben ganz be-«meistert haben würde , wo er nicht von den Engländern, und nicht von den hoilän-«bischen Völkern, zurück geschlagen worden wäre.« Er sagte ferner zu ihm: «Wenn«England nicht das Gleichgewicht der Macht hielt, so würde entweder der Kaiser oder»Frankreich Holland in einem einzigen Feldzuge erobern.« Baroon, der sich so-wol der von ihm vorgebrachten und entdeckten Unwahrheit, als auch seiner schlechtenKentnis des Moguls schämete, antwortete nichts darauf, sondern begab sich vollerMksvergnügen hinweg, daß seine Unverschämtheit der holländischen Handlungsgesel-schaft nicht die Vortheile verschaffen können, welche er auszuwirken abgeschickt wordenwar. Die engländischen Abgesandten hatten nicht so bald Vergebung erhalten, als siegewahr nahmen, daß die Gesichter der Hosteute wieder freundlich gegen sie wurden.Sie erhielten die Freiheit, unterdessen an den Vergnügungen des Landes Theil zu neh-men, daß der Frrmont ausgefertiget wurde, als welches nach der Gewohnheit derMorgenländer ein Werk war, das Zeit erforderte. Es wurden Befehle an den Se-dee abgeschickt, alle Feindseligkeiten einzustellen; und da eben diese Befehle auch der Besa-mung ertheilet wurden, so besuchten sich die Officiere von beiden Theilen öfters untereinander G). Als der Firmone fertig und die nöthige Sicherheit gegeben war, so ver,lies Sedee Racoup den LtenJmm 1690 Bombay, nachdem er sich beinahe vier

R z Monate

Während dieses Krieges gingen ohngefehr sie alle wieder zurück und eytschuldigte» sich da-° Europäer von verschiedenen Nationen aus mit, daß ihnen einig.- in den Diensten der Hand-"ss °i,g!älivischen Fort zu dem Feind über und lungsgrselfchaft stehende irländische Officier gar zu. "Lengen ihre Löhnung. Als aber eine algcmei- tyrannisch begegnet hätten rS).

Vergebung betank gemacht wurde, so kamen

»6) Hamilkon Vul.