Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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I Z4 XM.Vuch. Historie der ostindischen Handluttgsgeselsch-ften.

Monate daselbst aufgehalten, und diese ganze Zeit hindurch das Castel auf der Land»feite enge eingeschlossen gehabt hatte. Die Pest/ welche seine Armee zurück lies/ warden Angelegenheiten der Geselschafc nachtheiliger / als der an Leuten erlittene Verlust/oder als die letzte boshafte Handlung des Sedee, da er Magazatt in Brand steckteund zu Grunde richtete t) H). Obgleich der Mogul wüste, was feinen Unterthanenfür Beleidigungen von den Engländern zugefüget worden, so wolte er doch nichtgerne Scharfe gebrauchen. Dieser weise Monarch hielt es für rathsamer, Grausam-keiten, denen nun nicht mehr abgeholfen werden konte, zu übersehen, als die Urheberderselben mit einer Strenge zu verfolgen, die seine Staaten einer vortheilhaften Hand-lung berauben mochten. Als die Gesandten ihre Abschiedsaudienz hatten, so hielt erihnen ihr Vergehen auf eine leutselige Weise vor, ermahncte sie weislich, sich in Zu-kunft anders zu betragen, und befahl ihnen mit der Majestät eines Prinzen, seine Gna-de und Gewogenheit mit derjenigen Hochachtung und Ehrerbietung anzunehmen, wel-che der Freundschaft eines so grossen Monarchen gebührete. Er beschlos damit, daßer ihnen rieth, die Gesetze zum Maasstabe der Gerechtigkeit zu machen, in allen ihrenHandlungen Mäßigung und in ihrem Betragen Gerechtigkeit zu gebrauchen. Hier-auf lies er sie mit den erhabensten Begriffen von seiner Weisheit, Grosmutheund Tu-gend von sich p).

§. 67.

x) Harris V« 1 . s. o 1. e. 2. Dodleys Uili. ok rlis Lall Imlles Vol. 2. Haiiiiltsn ilnä. y) Har-ris. LvUeLt. V»I.2, lib. i. c. 2.

H) Damit der Leser eine Probe von dem Cha-xaeter des mognlschen Kaisers haben möge, sowollen wir ihm den folgenden Firmont somittheilen, wie wir ihn beim Capitain -Hamil-ton, nach der Uebersetzung der Dolmetscher derGesellschaft, finden

»Zhr seyd dadurch an mich zu schreiben vcr-»anlasset worden, daß ihr Urheber von allen die-»sen Unruhen gewesen; daß ihr das Begangene»bereuet habt; daß ihr euch verschiedentlich gegen»vormalige Gouverneurs und über die verschiede-»nen Beleidigungen, so euch von ihnen und ihren„Bedienten zugefüget worden, beklagt'habt, wcl-»ches alles ich hier von verschiedenen meiner Um-„bras habe, und wovon ihr mich erst benachrich-tigen sollen, ehe ihr zu so gewaltsamen Mitteln„geschritten wäret. Da ihr nun euren Fehler er-„kant und um Vergebung gebeten habet, so ge-wahre ich euch nicht nur eurer Bitte, indem ich„euch das Vergangene vergebe, sondert« verwiltige»euch auch einen Lirunont, wie ihr verlanget;»und ich habe dem Ajsir Lau» befohlen, dcnsel-«ben an den Gouverneur von Surat so geschwind»als möglich und mit solchen Umständen zu über-»machen, als er euch zu wissen thun wird.»Wenn mein Fimwift ankamt, soempfanget ihn

„mit grosser Hochachtung und erkennet die Ehre,„welche ihr durch denselben erlanget habt, daß ihr„wie vorher, nach eurem Belieben und wie ge-wöhnlich handeln möget: daß ,hr den Kaufleu-ten, welche sich über euch beklaget, ihre Schiffe»und Effecten ausliefert: daß ihr in Zukunft dcr-»glcichen Fehler, wie jetzo geschehen, nicht wie-»der begehet, und daß ihr nach meinem Willen und»Belieben handelt und desselben eingedenk seyd.»Wenn ihr von meinen Gouverneurs oder ihren„Bedienten, oder von einem meiner Unterthanen„beleidiget werdet, so unterlasset nicht, mir da-„von Nachricht zu ertheilen. Ich habe dem As-„si't ckam, also zu schreiben befohlen.

«Was das anbetrift, da ihr schreibet, daß»vormalige Gouverneurs den Herrn Bourchiek„in Schlitz genommen, daß ihr verschiedene For-»derungcn an ihn habet, daß ihr ihn nicht zur».Rechenschaft fordern könner, und daß ihr ihn„ausgeliefert haben. wollet: so ist «nein Befehl,»daß ihr eure Forderungen nach den Rechten be-weiset, damit hierinne Gerechtigkeit geschehe"»kan.„

Gegeben im z isten Negie-rungsjahr Ankeng?ebs.