Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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144 XM. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

ket, und wäre, der Billigkeit nach, in Zukunft wirklich keiner solchen Freiheitenfähig h).

' §. ?r.

Der streit In dieser läge befanden sich die Sachen, als sie vor das Conventionsparla-

wird vor dos ment kamen. Denen, die nicht mit Vorurtheilen eingenommen waren, schien diesemeinen qe-^ Sache wirklich die ganze Nation zu betreffen, und der Aufmerksamkeit derer würdigbracht. zu seyn, die Entwürfe gemacht hatten. Es wurde eine Committee ernant, denStreit zu untersuchen, und diese ging so weit, daß sie die völlige Beschaffenheit vonden Rechnungen der Geselschaft, den Werth ihres Fonds, ihrer Güther, ihrer Casseund ihrer Schulden zu wissen, und ihren einheimischen und ausländischen Briefwechselzu sehen verlangte. Die Geselschaft lies sich dieses gefallen, und erbot sich freiwillig,ihre Bücher und neuesten Nachrichten aus Indien der Durchsicht des Vorstehers vonder Committee, oder zweien bis dreien von derselben, welche das Haus zu ernennen be-lieben würde, zu unterwerfen. Sie machten deswegen diese Einschränkung, weil eineAbschrift von dein Verzeichnisse, das sie dem Hause vorgeleget, nach Holland ge-schickt worden, damit sich die Holländer desselben so viel als möglich zum Nachtheilder Geselschaft zu Nutze machen möchten. Dieses entdeckte sich dadurch, daß einigein London wohnende Juden von Amsterdam eine Abschrift erhielten, die sie mitder Nachricht vergleichen solten, die dem Vorsteher der Comittee von der Geselschaftüberreicht worden. Allein, so heftig auch das Verlangen deö Conventionsparlamentswar, der Geselschaft zu schaden, so besas sie doch so viel Geschicklichkeit und sie machtesich so viel Freunde durch Geld und Ansehen, daß sie alle gegen sie gerichtete Anschla-ge bis zur dritten Sitzung vereitelte. Ja ihr Muth war so gros und unerwartet, daßes ihre Gegner für rathsam hielten, eine günstigere Gelegenheit zur Erneurung ihresAngrifs zu erwarten i). Hier hörete der Streit einige Zeit und so lange auf, bis sichdie Gegenparthey durch den Beistand und die Unterstützung verschiedener Edelleute undHerren von Stande, Ansehen und Nachdruck, verstärkt sahe. Hierauf sing sie ihreUnternehmungen mit verdoppeltem Muth wieder an; und um ihre Bewegungen regel-mäßiger und gewisser zu machen, so gingen sie gewisse Verbindungen unter einander ein,und errichteten dadurch unter sich eine Art von Geselschaft L>). Hierauf überreichten sie

dem

h) Dodsleps Uilt. kalt lull. Vo!. 2. t>.i) Ralph Vol. 2. lud am>. l 6 -r.

O) »Da der Handel nach Ostindien für die-,,se Nation von sehr grosser Wichtigkeit ist, und»doch wegen der vielen Misbräuche und uncrlaub-,-ten Pracliken derer, welche den gegenwärtigen»vereinigten Fond sowol zu Hause als auswerts»verwalten, in Gefahr schwebet, verlvhrcn zu ge-»hen, wo man nicht ein schleuniges Hülfemittel„dagegen gebrauchet und ihre Majestäten und das»Parlament ersuchet, dieselbe ° auf eine ordcntlir»ehe und gesetzmäßige Weise einzurichten; wel-»ches ohne einen neuen und von allen Schulden»desreiekcn Fond der Nation nicht bewerkstelliget»werden kan; und weil sich demnach verschiedene»Kauf - und Handelsleute in und bey der Stadt

»London Mühe geben, eine solche Einrichtung»zum Nutzen und Vortheil aller derer, welche«-an dem gedachten Handel Theil nehmen werden„oder wollen, zu Stande zu bringen; so verstre-ichen wir Unterschriebene, die wir ein so gutes»Werk gerne befördern wollen u. s. w. hierdurch»alle mit einander und machen uns verbindlich/„daß wir, so bald eine solche Einrichtung gemacht»seyn wird, die von uns zur Errichtung des ge-»dachten Fonds unterschriebene Geldsummen, ZU»der Zeit und an dem Orte bezahlen wollen/»wie eine von dem grössern Theil der Unterschrie-„benen erwählte Commißion verordnen und„bestimmen wird. Und wir ersuchen hierdurch

«dicje-