4.Hauptst. i.Ms. Schicksale der englandtschen Handlungsgeselschaft. i§z
den Besitz ihrer beiden Freiheitsbriefe gebracht hatte S); allein ihre Feinde verliesse»sich eben so eifrig auf das Ansehen, worinne sie bey den Gemeinen und bey dem neuenMinisterio zu stehen glaubten. Man war durchgängig der Meinung, daß alle dieder Handlungsgeselschaft durch so viele Freiheitsbriefe versicherten Freiheiten und Vor-theile die Sachen derselben, besonders unter einer Regierung, die ihr nichts zu versa-gen schien, auf einen vesten Grund gestellet haben würden. Allein dieses war bey dengegenwärtigen Umständen nichts weniger als gegründet. Die Noth, worein das My-sterium gebracht worden und die Armuth der Regierung bewogen sie, eben denselben Frei-heitsbriefen, so sie ertheilet, wofür die Handlungsgeselschaft unsägliche Summenbezahlet, und auf deren Glauben so viele Personen von allerley Stande ihr Vermögenzu dem Capital der Geselschaft geschlagen, zuwider zu handeln. Es geschahe wirklichein Versuch, welche Partey am besten bestehen könte, und die öffentliche Gewalt warder einen oder der andern zugethan, nach dem die unwiderstehliche Macht des Goldesdieselbe leitete.
§. 8r.
In diesem Zustande befanden sich die Sachen, als die Bittschrift der Kaufleu- Das Haus derte an die Gemeinen in Erwegung gezogen wurde. Nachdem man sich zu wiederholten gemeinen läf-malen über den Inhalt derselben berathschlaget, und die der Geselschaft verwilligten Frei-heitsbriefe, ihre neue Unterschreibung, den Zustand ihres Fonds und alle andere S»m schlaft unter-Grunde der Sache gehörigen Dinge untersuchet hatte: so war der Erfolg von allem die, suche»,sein, daß der Handel, kraft folgender Entschließung, wirklich geöfnet wurde: »Daß«alle Unterthanen Englands ein gleiches Recht zu dem Handel nach Ostindien hat-ten , wo er nicht von dem Parlament untersaget worden.» Allein es wurde kein Ur-theil über die Freiheitsbriefe oder über die Art und Weise, dieselben zu erhalten, gefället;so wie auch kein Entwurf wegen Einrichtung des Handels durch die Gewalt des Par-laments, angenommen wurde. Nachdem durch dieses keiner von beiden Partheien zuwi-der laufende Betragen der Weg zu dem außerordentlichen Felde des Fcilseyns und derBestechung, welches in der folgenden Sitzung ausbrach, gebahnet worden: so hatte esfür fttzo hiemit sein Bewenden. Das folgende Jahr (r üyz)char es weltkundig, daß dieErtheilung der Stimmen ein einträglicher Handel geworden war, und daß Glieder desHauses an allen vor das Parlament gebrachten Sachen, von welchen Nutzen gezogen»Verben konte, Theil nahmen. In dem gegenwärtigen Falle war es mehr als zu be-wirk, daß die der ostindischen Handlungsgeselschaft vom Hofe erzeigte Gewogenheitaus eben dieser Quelle herrührete. Dieses wurde gar bald durch eine sowol bey HofeEs in dem Hause der Gemeinen gemachte Entdeckung bewiesen. Es wurde daher eineUntersuchung angefangen, und so eingerichtet, daß eben dieselbe Committee, welcherEe Besichtigung der Bücher des Schatzmeisters aufgetragen worden, auch der Hand,"Mgsgeselschaft ihre untersuchen solte. Das erste, was vorkam, war ein kurzes Ver-ickchnis von allen denen Geldern, so seit dorn Jahre lb87 für den besondern Dienst derHandlungsgeselschaft bezahlet worden, und welches ihnen Stof zu ihrem folgenden Ver-whft-n gab. Hier fand sichs, daß sich vor dem Streite zwischen den Kaufleuten und der^"seljchaft, die Kosten für besondere Dienste niemals über r oooo Pfund, und gemek-
T r niglich
N«mlich den vom yten Oetsber i6zz, und den vvm darauffolgenden i 7 teN November,
"er ihre Einrichtung betroffen.