178 xm.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschafkn.
Hauses Bourbon zu demüthigen; das Gleichgewicht von Europa zog ihre ganze Anstlperksirmkeit auf sich, und lies ihr keine Zeit zu den ruhigern Angelegenheiten der Mann,
factu,
ten. Perrin that alles mögliche, um die Auslie-ferung seiner Schuldverschreibung zu erhaben; al-lein es war vergebens. Der Gouverneur lies esauch nicht einmal bey diesem Beweis seiner Machtund seiner Empfindlichkeit bewenden, sondern be->diente sich noch eines grausamern Mittels, denPerrin zu Grunde zu richten, indem er »emlichseinen Pfeffer und seine Weine verachtete, unddadurch machte, daß sie nicht verkauft werden kan-ten. ShelSon harre die Absicht, den Preis soweit herunter zu bringen, daß er und seine Mit-genossen dieselben kaufen käuten. Perrin sahesich endlich genökhiget, dieses zu thun, und behieltnur den vierten Theil davon für sich. Er beklag-te sich bey mir darüber: allein ich befand michnicht im Stande ihm z» helfen, weil ich, da ichdrey bis vier grosse Schisse in Bengalen hatte,für einen Verbrecher, der sich der unverzeihlichenSünde des Schleichhandels schuldig gemacht, ge-halten wurde. Ich ercheilere ihm den Rath, sichmit seinem unerbittlichen Herrn, so gut als mög-lich, zu vergleichen; welches er auch zu thun such-te, damit er wenigstens das Cvmmando über seinSchis behalten möchte, welches schwerlich gesche-hen seyn würde, wo ihm nicht ein Zufall dazu be-förderlich gewesen wäre. Als er mir nemlich ei-nes Tages auf dem grünen Platze bey dem Fortbegegnete, so ging er mich an, um seine Klagengegen mich auszuschütten, und bat, daß er, wenner aus seinem Schiffe genossen würde, in einemvon den meinigen gebraucht werden mochte; wel-ches ich ihm auch versprach. Da uns nun Shel-don aus einem Fenster eine so lange Unterre-dung halte» >ahe, und gerne wissen wolte, wasder Inhalt derselben gewrsin: so lies er den Per-ri„ durch einen Bedienten rufen und fragte ihn,als er kam, wovon wir mir einander gesprochenhätten. Perrin sagte ihm mein Versprechen;worauf er versetzte, er könne ihn so gut brauche»als ich. Perrin antwortete: er wisse dieseswohl, allein er wünschte, daß er auch so bereit-willig dazu seyn möchte, als ich. Hierauf ver-sprach ihm ShelSon, daß er Befehlshaber übersein eigenes Sckif nach Persien seyn solce.
Was aber den Wein anbetrift, so war dersel-be noch nicht verkauft worden, ohnerachtct er da-mals in Bengalen rar war. Der böse Ruf,worein ih„ ShelSon gebracht, klebte ihm so vestan, daß nickus davon abgehen wolte. Ich erthei-let? dem Perrin daher den Rath, solchen in der
Nacht in meinen Booten auf eins meiner Schifftzu bringen, und wolte einen Versuch machen, obich ihm nicht hierinne bchülfiich seyn könce; wel-ches auch geschahe. Als eines Tages zween Her- ^ren von dem Rathe zu mir zur Mittagsmahlzeit ikamen, so kraciirce ich sie und die übrigen von derGesellschaft mit Pecrins Weine, den sie alle lob-ten und ftagren, wo ich ihn her hätte? Ich sagte ,ihnen: da ich gcwust, daß der gute Wein dis ,Jahr in Bengalen rar seyn würde, so hätte ichmich zu Surar mit einem ziemlichen Verrathe ,versehen. Sie baten insgesamt, daß ich ihnendoch einige Kisten zukommen lasten möchle , wel- ,ches ich auch als eine Gefälligkeit zu thun ver-
jpraco, uuv uverm-urrc iyneu >ewigm oen folgen-den Tag für einen noch einmal so hohen Preis,als der Eigenthümer verlangte. Auf diese Weistverkaufte ich i oo Kisten, wodurch sich Perrin inStand gesetzct sahe, seu'.e meiste» Gläubiger zu be-friedigen. ShelSon verscbafte ihm sein Capitalund eine Ladung nach Persien, und gab ihm ei-nen Borrath von verdorbenem langen Pfeffer, dclier nicht anders loswerden konte, und von un-tauglichen Gunnies mit, die, wenn sie gut sind-in Persien stark zum Einbalßimiren gebraucht wer-den; und nvihigte den armen Perrin, Fracht-zettel auf frische gute Waaren wider seinen Wil-len zu unterschreiben. Als er eben im B:grststand abzusegeln, wurde ihm solches eher zu ihn"untersaget, bis er eine Summe von azooNU-Dien aufgekracht haben würde, um einen Wechst^zu bezahlen, der damals fällig und an Shelvo»indoßiret war. Ich half ihmglcichfals aus die-ser Noth; worauf er seine Reise anrrat. Als eraber zu Lalecut ankam, so tackelte er sein S-b«daselbst ab, und begab sich mit i i-ooo Pfund un-ter den Schuh eincs Nayer. Von hier schrie"er an den ShcfSon , er möchte nur seine vorigeSchuldverschreibung behalten, und er wolle fü"seinen Theil an dem in Händen habenden Tapsi-"Sorge tragen. Er schrieb auch an mich, daß esmich bald wieder bezahlen wolte; allein er st-sikurz darauf, und feine Effecten kamen in bieHämde des englischen Befehlshabers, berste versehtdene Jahre zurücke hielt, und leugnete, daß ernials ckwas empfangen hätte. Als endlich
Bowes im Jahr 171; zu dem Gouvernemevon Bombay gelangete, so klarete sich diest ^che durch eine unvollständige Nachricht »n elw