4.Hauptst. i.Abs. Schickftle der engländischen Handlungsgeselschaft. 191
„jederzeit bereit und willig gewesen, für die Geselschaft zu fechten, und sey es auch noch;
„allein unser Verdacht wegen seiner Verrätherey machte, daß wir ihm dismal nicht trauen„wollet». Ohngesehr um eilf Uhr an eben demselben Tage brachte pangaran Mun-„cc> Rajah ein Zeichen, das, wie er sagte, von seinem Onkel Rajah Boojong, von„Gmglcdemand, war, um uns zu benachrichtigen, daß zu Smglcdemand 200„OranIcomoes auf unsere Seite übergetreten wären, und verlangte, daß wir den„LNalayen einige Waffen zu ihrer Vertheidigung leihen möchte!,. Wir harten hohe„Ursache, dieses für falsch zu halten, weil sich Rajah Boojsng damals zu Benronn„in Waffen gegen uns befand, der j)angaran aber ausdrücklich versicherte, daß er sich„jetzo zu Smgledemand befände, ohi,erachtet ihn der Fähnrich Adaire zu Bem-riN„gesehen und gesprochen halte.
§. 96.
„Da wir uns nun von allen Seiten in so grosse Verlegenheit geseßt sahen, daß Fortsetzung,„wir von unsern pnngaraneir verrathen, und von unsern Bugaften verlassen waren,
«und niemanden mehr" als die Engländer, Schnv.rzen und Lhmeser übrig hatten,
„und daß sich die Anzahl der erstem, mit Soldaten und andern, nicht über i ro Mann„beließ, worunter viele unerfahren, einige zum Dienst untauglich und die übrigen so be-schaffen waren , daß sie uns durch ihr Betragen unter dem Fähnrich Adaire eine„schlechte Hofnung von sich gemacht hatten; so glaubten wir in der grossen Gefahr zu„schweben. Es wurden daher alle Bedienten der Handlungsgeselschaft und alle Ein-„wohner des Ortes zusammen berufen, um zu überlegen, wie so viel als möglich von„den Effecten der Handlungsgeselschaft gerettet, und einige Anstalten zu unserm Abzüge„gemacht werden tönten, fals wir geschlagen werden sollen Hier war man nun durch-gängig der Meinung, daß es rathsam sey, das Geld und die Bücher der Geselschaft,
„nebst ss vielen Kriegs-und Mundbedürfniffen, als uns die Zeit erlauben würde, mit„aller möglichen Geschwindigkeit und Verschwiegenheit an Bord des Schiffes N7crch-„lapatane zu bringen; worauf wir, im Fall der Noth, so gut als möglich entfliehen„tönten. Der Ueberrest des Tages wurde mit der Befolgung dieses Entschlusses zuge-bracht ; allein, wir tonten diesen Abend keine Boore bekommen. Den andern Morgen„wurde das der Handlungsgeselschaft zugehörige Geld u. s. w. in aller Frühe an Bord ge-„schicket. Ohngesehr um acht Uhr erhielten wir Nachricbc, daß sowol die pangara-„Ncn als Familien Bcncoulen verlassen, und daß man nicht sagen könce, wo sie ihren„VZeg hingenommen hatten. Um zehn Uhr nahn, es der Sultan Latchecl über sich,
"die Sache mit dem Landvolkc beizulegen, wenn wir erlauben wollen, daß er sich neue"Pangaranen wählen dürfte; welches wir uns auch gefallen liessen. Es wurde uns„aber, ehe wir noch zu einer Unterredung, oder Bechar, mit ihnen kommen tonten, von„des portugiesischen padre Sclaven gemeldet, daß sich die Bugasten und LNala^ett„sttBencouleen empöret, und den padre und die meisten porrugrclen, ohne Unter,
"schied des Geschlechts oder Alters, getödtct hätten. Er war kaum mit seiner Erzäh,
" sssg zu Ende, als ein grosses Feuer zu Benwuleen, ein anderes bey dem Fort, hinter"?§nnbury paggar, noch ein anderes bey Sülebar, und kurz darauf bey dem Ein,"^dlerhause ausbrach. Bis jeho hatte sich noch kein Feind blicken lassen; man entdeck,
»e aber noch immer an verschieden-» Orten neue Feuer, die von niemand anders, als" unser» Bugasten und Malayen angelegt werden können. Weil sich noch kein
„Feind