1^3 Wi.Buch. Historie der ostindischen Haridlungsgeselschaften.
macht worden. Ums Jahr 17 2 o fing die französische Handlungsgeselschast an, ein Auf-sehen zu machen, und seit dieser Zeit kamen fast beständig drey, vier, fünf, sechs bissieben grosse reiche Schiffe ordentlich zurück. Es war daher das Gesthäste eines brirti-sehen Ministem, nicht nur die Niederlagen der englandischen Handlungsgeselschast sicherzu stellen, sondern auch, wo möglich, den Franzosen Einhalt zu thun. Daher warder Krieg kaum erkläret, als der Minister den vorhin gedachten Vorschlag that, einGeschwader unter der Anführung des Commodore Barnet dahin zu senden. Dieses/ war um so viel nöthiger, weil die briktische Handlungsgeselschast seit einiger Zeit sowol >
durch eine Nebenbuhlerschaft mit den Französin, als auch durch die Aufmunterung, so >
den letztem dadurch gegeben worden, daß man ihre indianischen Waaren heimlich in dasKönigreich eingeführet, in ihrer Handlung gelitten hatte. Was das Interesse anbetrift,so ist es an dem, daß den Holländern weit mehr daran gelegen war, den französischen Han-Del nach Osimdlett zu Grunde zu richten, als uns. Es war ihnen auch /etzo etwas leich-tes, dieses zu bewerkstelligen, weil sie ohne Zweifel eine ungleich grössere Macht in die-sen Gegenden hakten. Allein, ob dieses gleich ein für ihre Seemacht Vortheilhaftes Un-ternehmen war, so stand doch nichts dergleichen von ihnen zu erwarten, weil sie Frank- ^reich den Krieg noch nicht angekündiget hatten. Grosbrittanmen muste allein seineAufmerksamkeit sowol auf die holländischen als auf seine eigene Angelegenheiten richten;und es verschafte dadurch, daß es die Französin in Indien angrif, bey seinem glückli-chen Erfolge den Generalsiaaten, blos und allein auf seine Kosten, eben so viele Vor-theile, als den brittischen Unterthanen. Die Angelegenheiten der französischen Hand- >lungsgeselschast und ihr HauptetabMsment zu pondicherry befanden sich -etzo in ei-nem blühenden Zustande. Weil nun daher eine Besorgnis entstand, daß die Hand-lung dieser Nation gestöret werden möchte, so ersuchten die Directores die Lords derAdmiralität, daß eine Flotte zur Beschützung ihrer Factoreien und zur Beschädigungdes Feindes abgeschicket werden möchte. Es erhielten demnach drey Schisse von der Li-nie und eine Fregatte Befehl, sich segelfertig zu halten D). Barnet segelte mit seinemGeschwader den zten May 1744 von porrsinouth ab. Den a6sten kam er zu St.Iago an, wo er einen spanischen Caper von 14 Kanonen und 79 Mann, nebst einer iPinke von 2ZO Tonnen unter spanischen Flaggen, antraf. Weil dieses ein neutraler lden Portugiesin zugehöriger Hafen war, so hatte der Commodore nicht die Absicht,den Caper anzugreifen, bis er erfuhr, daß er drey englische Schiffe, die in der Inst!May vor Anker gelegen, weggenommen und verbrant, und das Schifsvolk auf dieserInsel zurückgelassen hätte. Da er nun also fand, daß derselbe dem Völkerrecht offeMbar zuwider gehandelt, so forderte er ihn nebst der Pinke auf, sich zu ergeben; welches !sie auch thaten. Er schickte sodann die Pinke nach der Insel May, um die BefehdHaber und Bootsknechte der brittischen Fahrzeuge abzuholen. Er that sie auf dieselbean Bord, und da er auf dem weiten Meere eine Brigantine wegnahm, so versähe er ssrmit Lebensmitteln, und gab ihnen alle die Effecten, die er wieder bekommen konte,worauf sie Anspruch machten.
§. 100. '
D) Die Namen der Schiffe sind folgende: Der Diamond, Capitain Moore Sst '
Kanonen Es fanden sich überhaupt auf denselben 190 K 'Deptford, Commodore Barnet 60. nonen, und ohngefehr irro Seeleute undDoet -
Medway, Capital» peyron 60. knechte»
pxeston, Lord Norrhesk ;o.