4. Hauptst. i.Aös. Schicksale der englandischen Handlungsgeselschaft. 201
von pondichekry mit einander einig geworden, keine Feindseligkeiten an ihren Haupt«
Niederlagen auszuüben. Sie waren ferner der Meinung, daß es zu ihrem Vortheilegereichen würde, wenn sie es dahin bringen tönten, daß ein Geschwader von Kriegs«schiffen nach Indien gesendet würde, und wenn es auch nur in der Absicht geschehensvlte, die französische Seemacht an dieser Küste zu Grunde zu richten. Sie Zweifel«ten nicht, daß der Werth der Prisen die Officiere zum Fleiße aufmuntern würde;und Barnets glücklicher Erfolg bewies, daß sie sich hierinnen nicht geirret hatten k). Diefranzösische Handlungsgeselschaft war sehr verlegen, daß sie ihre vorgeschlagene Neu«tralitat vereitelt sahe. Sie gab vor, sie könne nicht entdecken, aus was für Gründendie Engländer bewogen worden, einen Vorschlag zu verwerfen, der weiter nichtsals die Sicherheit der Handlung zur Absicht hatte. Es würden, sagte sie, dadurchganz unstreitig Kosten ersparet, und aller Wahrscheinlichkeit nach grosser Verlust verhü«tet werden. Ueberdis hatten die Engländer von allem diesem Nutzen. Denn da sieeinen beträchtlichern Handel trieben, so hatten sie mehr zu verlieren, und folglich wäreder Vortheil auf ihrer Seite. Als sie aber fand, daß die brittische Handlungsgesel«schaff auf ihrer Entschließung bestand, daß Commodore Barnet mit einem Geschwa-der an den indianischen Küsten kreutzete, alwo er reiche Prisen machte, und daß mandurch Unterhandlungen mit dem Feinde nur die Zeit verkehren würde: so beschlos sieNachdruck zu gebrauchen, und zu versuchen, ob sie dasjenige nicht durch die Waffenbewerkstelligen könte, was ihr durch Vertrage verweigert würde. Den l iten Aprilertheileten Se. allerchristlichste Majestät dein Herrn BsurdottNais eine Volmacht,d>orinne verordnet wurde, daß ihn alle und jede Capitaine und Officiere auf denSchiffen der indianischen Handlungsgeselschaft für Befehlshaber erkennen, und als ei,
^rn solchen gehorchen sollen. So bald Bsurdoimais diese Volmacht erhielt, so lies^ alle seine Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung der brittischen Handlungsgeselschaft^richtet seyn. Er sahe die Eroberung von Madraß, der Hauptfactorey, als dassaftigste Mitte! hiezu an, und glaubte, daß dieses weit vernünftiger sey, als wenn er«eine Zeit mit ungewissem Kreuhen oder damit verderbete, daß er die englandischenschiffe aufzufangen suchte l).
§. roz.
^ Da der Commodore Barnet um diese Zeit starb, so folgte ihm der Capitain Die engländi-in der Befehlshabung. Er schickte den Deptford und Dramont nach Hau- sche und ftan-E "nd wurde an ihrer statt durch drey Kriegsschiffe aus England verstärket. Diese Mühe flottechvtte bestand nun aus einem Schiffe von sechzig Kanonen, aus dreien von fünfzig, aus Drachen anvon vierzig und aus einem von zwanzig; denn die vom Schiffe Medwey ge«^pachte Prise wurde beibehalten und der Capitain Grifftth zum Befehlshaber darüber dendes wessen^arrt. pe^ton schien alle seine Gedanken blos und allein nur aufs Kreuhen gerichtet zu liefern.
haben, da unterdessen die Factoreien, von Venen die Sicherheit und das Glück derHandlung abhing, gänzlich vernachläßigec wurden. Der Gouverneur zu Madraß2 te zu verschiedenenmalen Vorstellungen wegen des schwachen und VertheidigungslosenZustandes des Ortes gethan; die Franzosen waren hierinnen mit einem nachahmens,
Obigen Beispiele vorgegangen, und Bourdonnais befand sich an der Spitze eines
furcht«
k) Ralph Vol. z ibiä. l) Bsurdonnaiö ksemvlre ibiä.
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