Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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4.Hauptst. r.Abs. Schicksale der englandijchen Handlungsgeselschaft. 2vz

lies o). Bourdonnais war über diese Nachricht vergnügt, und beschlos sogleich, das-selbe anzugreifen. Er kam den dritten September vor Madras; an, und hatte zrooEuropäer, 502 Lastern, eine beträchtliche Anzahl Sipoyen und peonen, wel-ches die Bewohner der coromandelschen Küste sind, an Bord. Die weisst Stadt be-fand sich in einem haltbaren Zustande, wenn die Besatzung zu Aushaltung einer Bela-gerung zahlreich genung und kein Mangel an Fusvölkern da gewesen wäre; allein da-rum hatte sich die Handlungsgeselschaft nicht bekümmert. Ausser den Vorstellungendes damaligen Gouverneurs, des Herrn Morst, hatte auch der Commodore Barnetdie geheime Committee von der Unzulänglichkeit der Besatzung und von dem schlechtenZustande der Vestungswerke benachrichtiget. Dieser vernünftige Officier drucket seineVerwunderung darüber aus, daß ein für die Handlungsgeselschaft so wichtiger Ortin einem so schlechten Zustande gelassen würde. „Die Werke, saget er in seinem„Briese, scheinen mehr zufälliger Weist als mit Vorsatz erbauet worden zu seyn; die„Bastionen sind allen Regeln der Kriegsbaukunst zuwider angeleget, und die Cvurtine„ist weiter nichts als eine lange auf den Seiten »»beschützte Gartenmauer; die Besä,-,tzung ist so schwach, daß ich in einem französischen Kriege, wenn sich 502 Europäer„in pondrcherry befänden, niemals ruhig schlafen würde. Ich habe den vorgeleg,„ten Plan gesehen und erwogen, und halte ihn für gut: wenn derselbe ausgefüh-ret worden seyn wird, so wird die Stadt auf dieser Seite hinlänglich bevcstiget„seyn. Allein alsdenn mus noch etwas nach der See zugethan werden, alws„die Schiesscharten mehr zum Schein als zum Gebrauch sind, indem daselbst keilt»Wall ist, Kanonen darauf zu pflanzen. Die Bastionen liegen zu weit von einander„und die Mauer kan das Feuer eines Schiffes von sechzig Kanonen nicht zwey Stun-den lang aushalten. Ich glaube, daß es in dieser Zeit von einer Bastion bis zur an,„dern alles gänzlich da niederschießen würde p).„ In einem solchen Zustande befandsich dieser wichtige Platz, als Herr Bourdonnais zum andernmal davor erschien.Der Gouverneur Nicolaus Morst Esi. that alles mögliche, um denselben in Sicher-heit zu setzen, allein er war kein Kriegsmann, und die Handlungsgeselschaft hatte nichteinen einzigen Ingenieur oder andern ziemlich geschickten Officier in dem Orte. Zu An-fange des Jahrs 1745 schickte der Gouverneur nach Bombay, um so vernünftigeund erfahrne Kriegsleute zu bekommen als möglich; allein wenn auch diese seine Wün-sche erfüllet hätten, was konte denn eine so geringe Besitzung gegen einen mächtigenUnd aufgebrachten Feind ausrichten? Die Handlungsgeselschaft hatte dieselbe schonlange vor dem Anfange des Krieges mit 600 Europäern, ohne die Artilleristen, zuvermehren versprochen; demohnerachtet aber konten bey der Ankunft der Franzostnnicht mehr als zoo Europäer zusammen gebracht werden, worunter 2 z portugiesi-sche Ueberläufcr von Goa, 34 davon in dem Hospitale, und viele andere zum DienstnutauZlich waren. Die ganze Besatzung, so die Waffen tragen konte, bestand wirk-lich nur aus 200 Europäern, aus den 82 Mann von der Prinzeßin Maria.undnus ohngefehr 2O0 Topasstn, einer heslichen, ausgearteten und ruchlosen Nachkom-menschaft der alten porrugiestn, auf die man sich da, wo Gefahr vorhanden war,wenig verlassen konte. Peter Eckmann, ein abgelebter und schlechter Schwede,war der vornehmste Officier. Er war ein gemeiner Soldat gewesen; jetzo bekleidete

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v) Bourdonnais klein. vbi fvyiA.