Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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204 xm. Buch. Historie der ostindischen HandlUttgsgesclschaften.

er aber die Stelle eines Lieutenants. Dieser Officier hatte noch zween andere Lieute-„ante und sieben Fähnrichs zu seinem Beistände. Die Besatzung hatte Kanonen; al-lein es fehlete an Constablern und an Leuten, welche dieselben laden, losschieffen undrichten konten; alles dieses und der Mangel an Kriegsbedürfnissen verschaften demHerrn Bourdormais alle Vortheile, so er nur wünschen konte.

H. ioz.

Dieser Officier hatte sich mit allen zu seinem Vorhaben gehörigen UmstandenMadraß. " volkommen bebaut gemacht. Er kante die Lage von Madraß, die Beschaffenheit derVestungswerke und die Stärke und Geschicklichkeit der Besatzung sehr gut. Weil er überein Jahr lang Zurüstungen zu der Ausführung dieses Entwurfes gemacht hatte; so feh-lete es an nichts, was ihm einen glücklichen Erfolg versprechen konte. Er hatte sichmit allen nöthigen Kriegsgerathen und mit solchen Leuten versehen, die im Gebrauchderselben erfahren waren. Er näherte sich daher diesem Orte mit keinem andern Zwei-fel denselben zu erobern, als mit dem, der aus seiner Besorgnis entstand, daß derbrittische Commodore seine Schuldigkeit beobachtet haben würde. Bourdonnaissetzte den ersten September zwanzig Meilen südwerrs von Madrast 6oo Mann ansLand, und ertheilet« diesem Corps Befehl, nach St. Thomas, das drey Meilen vonder Stadt lieget, zu marschiren. Hier konten sie die Landung der übrigen Truppenbedecken, ohne das geringste von der Besatzung zu leiden, als welche sich nicht im Stan-de befand, ein Detaschcmenr heraus zu schicken, das stark genug gewesen wäre, denFeind zu beunruhigen. So bald die Truppen ausgeschiffet waren, wurde die Stadtzu gleicher Zeit, daß sie die Flotte zur See einschlos, von der Landseite bekennet, undBourdonnars errichtete sein Hauptlager zu Chmdadu pcrtah. Fast alle asiatischeEinwohner siüchteten mit ihren schätzbarsten Effecten hinauf in das Land, und es hattesich ein algemeines Schrecken über die ganze Stadt und Besatzung ausgebreitet. Manerwartete von dein L^ 7 abol> vonArkhüt, zu Folge seines gethanen Versprechens, einigenBeistand; allein dieser Unterkönig zog das französische Gold den englänvischen Versiche-rungen vor. Er hatte wirklich beträchtliche Geschenke und Gunstbezeigungen von derFactorey erhalten; allein diese wurden entweder aus Furcht oder aus Sraatsklugheit ver-gessen ch. Die Franzosen waren nicht so bald gelandet, als die Besatzung, nachdem siealle Kanonen entweder weggeführet oder vernagelt, die schwarze Stadt verlies, und zwar ehenoch ein Schus geschehen war oder ehe der Feind »roch sein Geschütz ausgeschiffet hatte.Den sechsten wurden zwo Batterien errichtet: eine von neun Mörsern, hinter dem Garten-hause, auf der Nordseite der Stadt; und die andere von sechsen, auf der Mittagsseitederselben. Sie eröfneten dieselben sogleich und singen an mit vieler Lebhaftigkeit zuspielen, richteten aber diesen Tag wenig aus. Den siebenten starb Herr Smith, deceinzige wirkliche Ingenieur in dem Orte, an einem Fieber, welches den Feinden Gct^genheit gab, in ihren Arbeiten fast ohne alle Beunruhigung fortzufahren. Sie warst"ihre Bomben bis zu dem achten unablaßig in die Stadt, und bis dahin waren dersel-ben schon 700 in die weisst Stadt gefallen. Inzwischen wurde den Belagerten nickstso viel zu schaffen gemacht, daß sie nicht Zeit gehabt hatten, die schwarze Stadt zuplündern; und an statt daß die Besatzung sich die Vertheidigung des Platzes hätte an-gelegen seyn lassen, so war der grösseste Theil derselben mit diesen lobenswürdigen Lln-

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