4-Hauptst. i.Abs. Schicksale der englmtdischett Handlungsgeselschaft. 205
tcrnehmen und mit Arracktrinken beschäftiget. Es herrschete in demselben, aller Vor«stellungen und Drohungen des Gouverneurs ohnerachtet, die grösseste Unordnung.
Den ytm spieleten die Belagerer von ihren beiden Batterien so heftig, daß noch vorAbends über zoo Bomben in die Stadt gefallen waren. Die Schiffe unterhieltenauch ein beständiges Feuer; die Topasten liefen davon und es vereinigte sich alles, denUntergang des Ortes zu befördern r). Der Gouverneur und der Rath wurden nun«mehro auch von dem Schrecken befallen, der sich zuvor der Einwohner bemächtigethatte. Man erhielt Nachricht, daß der Feind eine Batterie von 18pfundigen Kano-nen errichtete und daß er eine Anzahl Matrosen kommen lies, um einen Sturm anzu-fangen. Die Vorstellung eines Sturmes und sein Leben durchs Schwerdt zu verlie-ren, vermehret«? das Schrecken der Belagerten. Man hörete oder sahe weiter nichts,als das Schreien der Weiber und als die Bestürzung der Männer, die durch starkeGetränke und wegen Mangel an Ruhe aus aller Fassung gebracht worden waren.
Bey dieser Verlegenheit war es nöthig, daß der Rath zu einer endlichen Entschließungkam. Damit man nun die klügsten Maasregeln, welche die damaligen Umstände zu-lassen walten, ergreifen möchte, so wurde die Stärke beider Theile reiflich in Erwe«gung gezogen. Die Kriegsleute waren der Meinung, der Platz könne gegen die Men-ge der Feinde nicht vertheidiget werden ; und es war auch kein bombenvcster Ort da,wo die Besatzung sicher drinnen schlafen konte. Dieser und viele andere Mängel, dasSchreien der Einwohner und andere abschreckende Umstände bewogen den Rath, zu glau-ben, daß wenig Wahrscheinlichkeit vorhanden sey, daß sie einem Sturme würden wl,verstehen können. Um dieser Ursachen willen und weil weder von dem Nabob noch vondem Commodore pcyron Hülfe zu erwarten war, kamen sie alle darin überein: "daß"man sich durch Abwartung eines Sturmes, und ob der Feind die weisst Stadt zuerst"angreifen oder sich der schwarzen Stadt bemächtigen würde, nur der Gefahr blosstelte,
'daß alles geplündert, die Besatzung niedcrgesabelt und die Stadt der Wilkühr der er«
"birrerten Belagerer überlassen werden möchte. Weil der Gouverneur und der Rath^den Werth und die Wichtigkeit dieses Etablissements in Ansehung der Handlungsge«
„selschast mit ganz andern Augen ansahen, als den Werth und die Beschaffenheit der ge-wöhnlichen Städte in Europa in Ansehung ihrer Souveraine; so schien es für den„künftigen Credit und für das künftige Interesse der Handlungsgesclschaft und derArktischen Nation in diesen Gegenden, zuträglicher zu seyn, dasselbe, wo möglich, üus den Händen der Belagerer, und wenn das Lösegeld auch noch so hoch kommen, stlte, zu erkaufen, als das Leben des besten Theils ihrer Landsleute und das Eigen-thum Mer Einwohner, ohne die geringste Hofnung, den Ort dadurch zu erhalten^und folglich ohne einigen, der Handlungsgcselschaft durch ihren hartnäckigen Wider«
^stund zuwachsenden Vortheil, aufzuopfern. Es wurde daher beschlossen, Abgeordne-te un den Herrn Bomdonnais zu schicken, welche versuchen solten, was für Bedin-gungen zugestanden werden würden»).
§. i 06.
Der Entschlus wurde sogleich niedergeschrieben, und William Monfön und T« ergibt sichck^yantt Halliburton, Estus. wurden als Abgeordnete in das französische Lager ge- unter bedim' ^Eet. Es war ihnen aufgetragen, die vortheilhaftcsten Bedingungen, so nur mög- Lungen.
Lc z lich
s) R»rrvvi.4.p.s.
r) Bsurdonnaie k-lem. »dick.