Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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XIII. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

^andlungsgeselschaft ein wichtiger und fast tödtlichcr Streich, besonders weil alle ihreübrigen Niederlagen auf der Küste von (Loromandel dadurch in Gefahr gcsetzet wur-den w). Die Engländer hatten die Stadt nicht so bald verlassen, als die Franzosendieselbe der Erde gleich machen wolten; und sie würden auch dieses Vorhaben ins Werkgerichtet haben, wo sie nicht neue Verhalcungsbefehle, zu Folge der von den Englän-dern gemachten Eroberung von Cap Breton, erhalten hatten. Dieses machte, daßsie ihren Entschlus, in der Absicht dieselben gegen einander auszuwechseln, änderten;welche Auswechselung auch ohngcfehr zwey Jahre nachher wirklich erfolgte. Hicril-.-öhandelten aber die Franzosen denen Versicherungen bey ihrer Ehre, womit sie so frei-gebig sind, nicht gemäs; denn ob sie gleich Cap Breton, zu Folge des algcmeincnFriedensschlusses, ganz unbeschädiget und in einem bessern Zustande, als sie solches ver-lassen, wiederbekamen, so schleiften sie doch die Vcsiungswerke von Madrast, undzerstöret?» die vornehmsten Gebäude darinne, ehe sie solches wieder überlieferten.

§. ioy.

DieFranzosen Allein die Franzosen waren nicht willens, ihre Eroberungen auf die Einnah-

D ^ von Madraß einzuschränken. Herr Bourdonnars hatte sich nichts geringeresvid und'wer- vorgesetzet, als alle engländische Niederlagen in Indien, wenigstens auf der Küste vonden geschla.' Coromandcl, zu vertilgen. Er sahe sich durch die Ankunft dreier Schiffe aus Euro-gen. pa, wovon das eine siebenzig und die beiden andern fünfzig Kanonen führeten, gar baldin Stand gesetzet, dieses zu versuchen; und sein Unternehmen auf das Fort St. Davidwürde ihm ohne Zweifel gelungen seyn, wenn nicht seine Flotte, ehe er noch die RhedSvon Mgdraß verlies, durch einen Sturm gelitten hatte. In diesem Ungewitter gin-gen ihm drey Schiffe zu Grunde, und verschiedene andere wurden ausser Stand gesetzet,sogleich zu dienen. Es verloren tausend zweihundert von seinen kellten, und sechzig eng-länvische Kriegsgefangene, die sich am Bord des -Herzogs vonGrlcans, der zu Grun-de ging, befanden, ihr leben. Bourdonnars sahe sich, an statt sein Vorhaben auszu-führen, genöthiget, gerade nach pondrcherry zurück zu kehren, nachdem er vorher vie-re von seinen Schiffen zur Ausbesserung nach der Insel Bourbon geschickt hatte.Kurz nach seiner Abreise wurde Hr. paradis, der eine Besatzung von 500 Mann inMadraß befehligte, von dem Nabob von Arcor belagert, als welcher von dem Gros-vezier Nrzam Mulmulock Befehl erhalten hatte, die Franzosen aus der Niederla-ge zu vertreiben, und die Engländer wieder in dieselbe einzusetzen. Um nun diesigBefehl zu vollziehen, so kam er den i?ten Oktober mit einem Corps Truppen vor dieStadt. Herr paradis, der Gouverneur, ertheilet«? einer Parthey von 20O Eur^päcrn Befehl, einen Ausfall auf seinen Vorderzug zu thun. Nachdem das Gefechte dieganze Nacht durch gedauret, und die Franzosen durch eine Parthey von pondicherr?verstärkt worden, so griffen sie das Hauptcorps der Mohren an und schlugen dasselbe;worauf solche die schrecklichsten Grausamkeiten ausübten. Sie verbranten überallsie nur hinkamen, die Häuser und das Getreide, hieben das Gras nieder, verwüstetdie Obstgärten und ermordeten zu gleicher Zeit Männer, Weiber und Kinder, ohnehin*terschied t). Unterdessen daß die Streitigkeiten zwischen dem Hrn. Duplrex undBoUHdonnais noch fortdauretcn, hatten die übrigen engländischen Niederlagen im Fort b-

David, Bengalen und Bombay Zeit, sich in Vertheidigungsstand zu setzen;

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