Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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xm.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

in dem Besitz der Engländer wäre, lief in die dasigeRhede ein, und wurde den 2zstenSeptember vom Hrn. paradis weggenommen, paradis hatte englische Flaggen auf demFortwehen lassen; ein Kunstgrif, wodurch er beinahe verschiedene andere indische Schiffein seine Gewalt bekommen hätte. Der Commodore Griff!« hielt die Macht, so er be-schlichte, für zu gering, als daß er sich entweder pondicherry bemächtigen oder Ma-draß wieder erobern könte. Das erstere wurde von 200 Stück schwerer Kanonen, dieauf regulairen Vestungswerken standen, vertheidiget; überdis waren erst vor kurzemsechs neue Forts zu Beschützung der äusseren Werke errichtet worden; die Magazineund Zeughäuser waren wohl versehen, und die Besatzung bestand nebst den exercirtenIndianern wirklich aus 4500 Mann. Madraß war auch nicht aus der Acht gelas-sen worden; man hatte nicht nur die Besatzung darinne verstärket, und selbiges mitMund - und Kriegsbedürfnissen versehen, sondern man harte auch einige neue Werkeangeleget und viel mehr Kanonen darauf gepflanzet. Und Hiebey hatte es noch nichtsein Bewenden: denn der Hof von Dehlr erklärete sich, nach der letztem Niederlagedes Nabob vor Madraß, völlig für partheilos. Der Vicekönig fuhr noch einige Zeitmit seinen Drohungen fort; allein Dupltex machte ihn mit einer Summe Geldes, alsdem unwiderstehlichsten Grunde, dessen man sich bey einem asiatischen Minister bedienenkan, still. Bey einer solchen Lage der Sachen befand sich Grifft« nicht eher im Stan-de, den Ruhm seines Vaterlandes zu behaupten und die Angelegenheiten der Handlungs-geselschaft wieder gut zu machen, bis eine hinlängliche Verstärkung angekommen seynwürde. Weil man dieselbe alsobald erwartete, so befürchtete pondicPerry noch im-mer eine Belagerung, ob es gleich durch die Abseglung des brittischen Geschwaders nachdem Fort St. David, von der Bloquade befreiet worden. Grrfstn hatte die Absicht,die Anschläge der Franzosen auf diesen Platz zu vereiteln; demohnerachtet aber schei-net er strafbar zu seyn, daß er sein Geschwader nicht so stellet?, daß er nicht nur densel-ben bedecken, sondern auch pondrcherry bis zur Ankunft des Admirals Boscawe«,der Mittel berauben konte, sich mit Lebensmitteln zu versehen. Er würde dieses wegender geringen Entfernung dieser beiden Oerter von einander unstreitig haben bewerkstelli-gen können; allein man verabsäumet nicht nur dieses, sondern lies sich auch eine Gele-genheit, dem französischen Geschwader ein Treffen zu liefern, aus den Händen gehe«'Als er nemlich vor den Mauren des Forts St. David vor Anker lag, so wurde diefeindliche Flotte auf der Höhe von Nlegaparam von dem Hurtigen entdecket, der so-gleich mit der möglichsten Geschwindigkeit zu den; Commodore hinsegelte, um ihn davollzu benachrichtigen. Den zehnten Junius zeigte sie sich vier Meilen von dem Fort b-David, worauf Grifft« einen Kriegsrath hielt, darinne beschlossen wurde, sogleich"^ter Segel zu gehen. Allein es war mit den Berathschlagungen des Kriegsrathes solangsam zugegangen, daß die Gelegenheit vorbey und der Feind aus dem Angesicht wegwar, ehe noch der Commodore seine Anker gelichtet hatte. Er nahm seinen Lauf EiNordost, und legte sich den folgenden Tag drey Meilen von pondicherry vor Ankck/indem er den Feind daselbst anzutreffen hoste. Von hier segelte er nach LNadraß, sl-wo er den Tag nachher ankam; allein der französische Admiral war, nachdem er se>^Mannschaft, fein Geld und seine Vorräthe ausgeschiffet, schon wieder unter Segelgangen.

§.