Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
213
JPEG-Download
 

4.Hauptst. i.Abs. Schicksale der englandischm Handlungsgeselschaft. siz

§. m.

Da sich Griffin solchergestalt in feiner Hofnung betrogen sahe, so kehrekeDie Englämer nach dem Fort St. David zurück, wo der Contreadmiral Bostawen den 2ysten belagernJulius ankam und das Commando über sich nahm. Nach dieser Vereinigung bestand 'cherey.die brittische Flotte aus neun Schiffen von der Linie, aus zwo Fregatten, aus einerSchaluppe und aus zweien Spitalschiffen, und hatte, ausser den Matrosen, 3580 See-soldaten und acht Compagnien Freiwilliger an Bord. Es wurde, in der Absicht Pott-dicherr^ zu belagern, alles in Bewegung gebracht. Die Truppen und Seeleute wur-den ans Land geseHet, und nachdem ein Detaschement von der Besatzung zu ihnen geflos-sen, so machten sie ein Corps von 3690 Mann brittischer Truppen aus; überdis be-fanden sich auch noch 148 Artilleristen, 120 Holländer, die aus ihren Niederlagenentlehnt worden, und 2000 Indianer dabey »)- Nachdem nun alles fertig war, sobrach die Armee unterdessen zu Lande nach pondicherry auf, daß die Flotte den Ha-fen einshlos und alle Gemeinschaft mit dem französischen Geschwader abschuit. Deneilften näherten sie sich dem Fort bis auf vier Meilen, da sie denn zoo Mann feindli-cher Truppen hinter einer aufgeworfenen Schanze entdeckten. Da Herr Bostawett,der die Truppen anführete, immer weiter vorrückte, so verliessen die Feinde ihre Wer-ke; allein die Besatzung befürchtete, seiner weiten Vorrückung ohnerachtet, keine Gefahr.

Sie bestand aus 200O Europäern und aus ZOOS Indianern. Dupliex hatte sichbey Zeiten so gut als möglich gegen einen Angrif in Verfassung geseHet, indem er vondem Vorhaben des Herrn Bostawen schon lange vor seiner Ankunft unterrichtet gewe-sen. Ausser den neuen um die Stadt herum angelegten Vestungswerken, hatte erauch das Fort von Aria Loupan in Vertheidigungsstand geseHet und eine Besatzung vonzweihundert Europäern und Schwarzen hinein gelegek. Da Herr Bostawenbenachrichtiget worden, daß dieses Fort nur von hundert Mann vertheidiget würde,so beschlos er dasselbe anzugreifen und sich in einem daran liegenden Dorfe, wo er eineBoinbenbarterie errichten wolte, einzugraben. Er ertheilete demnach einem aus Gre-nadieren und Piquetwachen bestehenden Corps Befehl, unter Begleitung eines Deta-Aements Indianer auf das Dorf anzurücken. Als sie sich dem Feinde bis auf einenchintenschus genähert hatten, so fiel eine Kanonenkugel unter die Indianer, welchebie^ur Aufwerfung einer Schanze nöthigen Werkzeuge herbey schaffen solten; sie ergrif-fen daher die Flucht und vereitelten dadurch unglücklicher Weise dieses Unternehmen.

Das Detaschement wurde zu gleicher Zeit von zwo Batterien bestrichen, die der Feinda»f der andern Seite des Flusses Aria Coupan errichtet hatte. Da diese nun mitgrosser Lebhaftigkeit spieleten, so verursachte dieses einige Unordnung unter den britti-ichen Truppen. Indessen fanden sie doch Mittet, sich einen Weg nach der See zu er-Men, auf welchem die Canonen und die zu einer Belagerung erforderlichen Sachenaus Land gesetzet werden ksnten. Man sahe nun ein, daß ordentliche Laufgräben ge-6en das Fort Aria Loupan nöthig waren, weil man fand, daß es eine Berme, ei-^u Graben, eine Zugbrücke und einen bedeckten Weg zu seiner Vertheidigung hatte.

^as Detaschement wurde die ganze Nacht unter den Waffen zu bleiben genöthiget,

Nachdem es in dem Angriffe auf das Dorf verschiedene Leute verlohren hatte. EinMtenant wurde getödlet, und drey Officiere verwundet. Ueberdis bekam auch der

Dd z Major

Rolt Vol. 4, p. 10. c. x.