Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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2 14 XHl. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

Major Goudier, der oberste Befehlshaber über die Artillerie, einen Kanonens'Wsm den Schenkel, wodurch er zum Dienst untüchtig gemacht wurde; und dieser Äer»lust war um so viel empfindlicher, weil er ein geschickter und erfahrner Ofiicier war,der ihre Laufgraben ganz anders eingerichtet haben würde, als so geschahe. Am amdern Morgen in aller Frühe sties die Armee zu dem Detaschement und wurde überdisnoch durch ein Corps von i ioc> Matrosen verstärket. Diese hatte der Admiral unterder Anführung des Capitain ss.S'fd auf den Schiffen unterrichten und rottenweise inden Waffen üben lassen. Sie thaten Wachen und verrichteten alle Dienste der Land,truppen. Den , 6 ten wurden vier achtzehn und eben so viel zwölfpfündige Kanonen ansLandgesetzet, wovon der Admiral zwo Batterien zu errichten befahl. Die eine, wel,che die Ingenieurs angeleget hatten, fing den andern Morgen an zu spielen; allein oh,ne Erfolg, weil sie sehr einfältig angegeben worden war. Die andere, so die Artille-risten zu Stande gebracht, wurde den 18ten eröfnet, und ihre Wirkungen kamen mitden hitzigsten Erwartungen überein. Die Feinde thaten, mit einem Haufen europäi»scher Reuter, die durch eine gleiche Anzahl Fusvölker und von einigen Seeleu,ten unterstützt wurden, einen Ausfall aus dem Fort, um diese Batterie zu zerstören.Sie griffen die vorderste Wache in dem Laufgraben mit so vieler Wuth an, daß sie sol,che in Unordnung brachten; diese versamlete sich aber sogleich wieder, schlug die Fran-zosen zurück und nahm den commandirenden Officier gefangen. Bald nachher flog ei,ne von den französischen Batterien in die Luft, wobey auf 120 Mann ihr Leben verloh,ren. Die Belagerer spielten hierauf mit vieler Lebhaftigkeit auf das Fort. GegenMittag wurde dasselbe durch eine Bombe in die Luft gesprenget; die Besatzung hattesich aber bey Zeiten, mit Zurücklassung aller ihrer Kleider und Effecten, herausgezogen.Der Admiral verlegte sogleich sein Lager nach dem Fort Ana Conpan, das er mit al,ler möglichen Geschwindigkeit wieder herstellete. Dasselbe wurde den 2zsten zu Stan,de gebracht, und die Armee bemächtigte sich, nachdem sie über den Flus gegangen, ei,nes starken Postens ohngefehr eine Meile von pondtcherry, den der Feind unbe,dachtsamer Weise verlies, ob er gleich so gelegen war, daß die ganze Macht Bosca-rvens mit einer geringen Anzahl Leute dadurch zu Boden geworfen und die Stadt nach,drücklich dadurch vertheidiget werden konte. Nachdem sich Boscawen dieses Postensauf der Nordseite der Stadt bemächtiget, so beorderte er die Flotte auf die Nordseittderselben. Er eröfnete sodann hier eine Gemeinschaft mit der See und ertheiletefehl, alles, was zur Eröfnung der Laufgräben vor dem Fort nöthig wäre, ans Land zubringen. Hiermit machte man den z osten, zu Folge eines von einem Ingenieur vor,gelegten Planes, der thunlich zu seyn schien, den Anfang. Den ersten Septemberthaten die Belagerten einen Ausfall, worinne sie mit einem Verlust von hundertMann zurückgeschlagen, drey Officiere getödtet, und Herr paradrs, der oberste 3 ^genieur und Direcror aller Kriegsangelegenheiten, der eben erst von tNadraß zurückgekommen, tödtlich verwundet wurde. Hierauf fuhren die Ingenieurs fort alle Naf^te zu arbeiten, ohne daß sie außerordentlich weit gekommen wären. Die Batteriewurden nicht eher bis zum 2Zsten zu Stande gebracht, da sie zu spielen anfing^'Sie bestanden aus einer von acht und aus einer von vier Kanonen, ingleichen aus eu»er Bombenbatterie von fünf grossen Mörsern und funfzehen Royalen, und aus nocheiner andern von fünfzehn Cohornen. Was die Franzosen anbetrift, so waren diesig