Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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215
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4.Hauptst. i.Abs. Schicksale der engländischen Handlungsgeselschaft. 215

ben ihrer Seits nicht weniger geschäftig und emsig. Sie errichteten drey Faschinenbat-terien, um die Laufgräben des Admirals zu beschießen, und fügeten ihm dadurch so vie-len Schaden zu, daß er sich genöthiget sahe, noch zwo andere Batterien gegen diesel-ben zu errichten. Die eine davon bestand aus dreien und die andere aus zwo Kanonen,und fuhren so lange fort mit Feuern, bis die Hauptbatterien zu Stande gebracht waren.

§. H2.

Ueberdis hatten die Belagerten die Stadt unter Wasser gesetzt, wodurch es Aufhebungden Belagerern unmöglich gemacht wurde, mit ihren Laufgraben naher zu kommen, der belöge,Der Admiral hatte gleich bey der Eröfnung derselben dem Capitain L.rsle Befehl er- ^ung und friertheilet, die Bombardiergaliote dichte an die Mauern zu bringen und das Citadel ohneAufhören zu bombardiren. Dieses that er nun zwar, allein es wurde den Belagerten Frankreich,wenig Schaden dadurch zugefüget: denn sie hatten ihre Entfernung in kurzer Zeit sogenau erreichet, daß sie genöthiget wurde, mit ihrem Feuern den Tag über inne zuhalten, und dasselbe in der Nacht nur immer wieder anzufangen. Ueberdis erhielt derCapitain ^Lisle Befehl, die Flotte vor der Stadt in eine Linie in Schlachtordnung zustellen, und so bald die Batterien eröfnet würden, auf dieselbe zu feureu anzufangen.

Der Capitain Lisle kam feinen Verhaltungsbefehlen nach und machte ein beständigesUnd heftiges Feuer auf die Stadt, das eine Zeitlang tapfer beantwortet wurde. Hier-auf lies das Feuer der Belagerten nach der See zu nach, und sie wandten ihre ganzeMacht nach der Landstite hin. Da es schon weit in das Jahr hinein und die Stadtgar zu gut bevestiget und mit Lebensrnitteln versehen war: so hatte der Admiral weiterkeine Hofnung dieselbe zu erobern, als die aus einem ohngefehren Zufalle oder darausentstehen könte, daß die Besatzung der Strapatzen und Beschwerlichkeiten müde unduberdrüßig werden würde. Er fuhr indessen mit Feuern fort, und richtete da, wo derAngrif geschehen solte, einen grossen Theil der Vestungswerke zu Grunde. Weil erdurch die Ueberschwemmung verhindert wurde, sich mit seinen Laufgräben zu nähernUnd seine Truppen zu einem neuen Angrif unzulänglich waren: so suchte er in der Ent-fernung, worinne er sich damals befand, eine Srurmlücke in die Courtine zu machen.

Alieiner jähe gar bald, daß dieses nicht anging, indem die feindlichen Batterien denseivigen alzusihr überlegen waren. Hierauf wurde den z osten September ein Kriegs-^üth zusammen berufen. Als man in demselben nun den Zustand der Sachen in Erwe-A»g zog, und fand, daß die Armee sehr geschwächt worden und sich noch täglich durch^rankheiren und Strapatzen verminderte; daß die Schiffe bey der Belagerung nichts-fssen könren, indem sie einen ganzen Tag vergebens canoniret; daß die Monjonc und^ regnichre Witterung heranrückten; daß sie diese nicht nur nöthigen würden, die^elagerung mit dem Verlust ihres Geschützes und ihrer Kriegsvorräthe aufzuheben,lodern daß sie auch aller Wahrscheinlichkeit nach die Flüsse aufschwellen, die Straffen^derben und der Armee den Rückweg nach dem Fort St. David abschneiden würden;

^ daß man sich endlich der Gefahr aussetzte, daß die Schiffe von dem Ufer weggetrie-und in dem Sturme zerstreuet und verlohren würden; so wurde um dieser UrsachenAen einmüthig beschlossen, die Kriegsvorräthc und das Geschütz einzuschiffen und dieLagerung aufzuheben. Vom i sten Oktober bis zum 4ten beschäftigte man sich mit^sck'iffung derselben; den zten steckte der Admiral die Batterien in Brand und schif-b ^ Seeleute wieder ein, und den bten setzte sich die Armee nach dem Fort St. Da-vid