216 All. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.
vid in Marsch, alwo sieden folgenden Tag, nachdem sie unter Weges das Fort ArietCoupan zerstöret, ankam. Also endigte sich die Belagerung von pondicherky, dieden Belagerern 7Z7 Soldaten, 4z Kanonen und 265 Seeleute, und den Belagertenohngefehr zoo Europäer kostete. Es scheinet der Armee des Admirals weder anMuth noch klugem Betragen gcfehlet zu haben; dem ohnerachtet aber war sie unglück-lich, obgleich das Jahr vorher eine den Umstanden ungleichere Macht zum Besitz vonMadraß gelanget war. pondicherry befand sich noch in seiner Freiheit; Ma-draß aber in der Gefangenschaft, und es würde sich wahrscheinlicher Weise noch darinnebefinden, wo es nicht durch einen Frieden aus derselben erlöset worden. Die Franzo-sen waren nun zu furchtbar, daß sie wegen künftiger Angriffe hatten in Sorge stehensollen, und sie hatten viel zu gute Nachrichten, daß sie nicht die erforderlichen Maasre-geln zu ihrer Sicherheit hätten ergreifen sollen. Kurz, der unglückliche Erfolg dieserUnternehmung kan mit Recht der langen Zurückhaltung des Herrn Boscawen inEngland zugeschrieben werden; denn als die Franzosen dieses erfahren, so hatten sieein Geschwader mit allen erforderlichen Nothwendigkeiten abgeschickt, um seine Absichtten zu vereiteln. Der Admiral hatte auch nach den Monsonen nicht Zeit, sonst etwaszum Vortheil der engländischen Handlungsgesclschaft, oder zum Nachtheil der Franzo-sen zu unternehmen, weil alle Feindseligkeiten durch die eingelaufene Nachricht von ei-nem Waffenstillstände und von der Schliessung eines algemeinen Friedens, ein Endenahmen. Kurz nachher hatte er das Unglück, verschiedene von seinen Schiffen undohngefehr 12 Oo Seeleute in einem Sturm an der coromandelschen Küste, elendiglich um-kommen zu sehen; worauf er nach Europa zurück kehrctea).
§- HZ-
Nachricht vonden kriegen inIndien, worran die Enge-länder undFranzosen alsbundesgenos-sen theil nah-men.
Nach der bey dem algemeinen aachenschen Friedensschlus geschehenen Wieder-auslkeferung von Madraß befanden sich die Angelegenheiten der Handlungsgeselschaft,bis zu dem letzter« unglücklichen Vorfall in Bengalen, in glücklichen Umstanden.Inzwischen wurde sie auf der Küste von Loromandel in einen Krieg mit SundahGaheb, dem die Franzosen zu pondicherry beistanden, verwickelt. Wir wollendie Umstände dieser Sache so kurz als möglich vorzulegen suchen, indem wir nicht zwei-feln, daß diese Nachricht unsern Lesern angenehm seyn werde, weil sie nicht nur dieGeschichte verknüpfet und die ersten Probet» von der Tapferkeit des Herrn Llwe, die-ses von sich selbst gebildeten Generals, gibt; sondern weil sie auch eine Reihe vonBege>benheiten vorstellet, die selbst denen, welche den grösten Antheil an den Angelegenheitender Handlungsgeselschaft haben, wenig bekant sind. Da wir hier schlechterdings genöthigtsind, uns aufPrivatbriefe und Nachrichten zu verlassen: so hoffen wir entschuldiget zu wer-den, wenn wir nicht die Genauigkeit beobachten, die von uns mit Recht erwartet werdenkönte, wenn wir überal schriftliche Zeugnisse vor uns hätten. Gegen das Ende desJahrs 1742/ oder zu Anfange des folgenden, brachen Haß, Eifersucht und Uneinigkeitunter den Nabobs von Arkhat, Velur, polur und Tiruchirapallt aus. Sietrachteten insgesamt »»ach dem Besitz von Arkhat; der erste suchte sich zu behaupten/und alle die übrigen suchten ihn zu stürzen. Dast Ali Ahan wurde daher vornle? Ali Rhan geschlagen und getödtct, der erste war Nabob von Arkhat oder 2 lk^cot, und der letztere vonVelur. Diese Revolution geschahe dem Schwager des
4. p.io. c.z.
l
ü) Rolls Mit. Vol.