Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
226
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226 XM.Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaftett.

4. „Die Handlungsgeselschaft soll Erlaubnis haben, Laleutta auf eine solche„Weise zu bevestigen, wie sie es für gut befinden wird, ohne darinne gehindert zu wer-den." Zugestanden.

5. „Die Handlungsgeselschaft soll die Freiheit haben, goldene und silberne Gic-„cas, die denen von Muxadavad am Gewicht und an der Güte gleich kommen, zu„prägen, und dieselben sollen in den Provinzen gelten.», I^h erlaube der Hand-lungegeselschafr, aus ihren eingeführten Gold- und Silberjtangen Siccaszu prägen. Unterschrieben von dem Nabob.

6. „Nicht nur der Nabob, sondern auch seine vornehmsten Officiere und Minister„sollen dadurch einen Tractat bestätigen, daß sie denselben unterschreiben, untcrsicgeln„und bey den darinne enthaltenen Artikeln zu bleiben schwören. „

Ick kabe diese Artikel m der Gegenwart GOttes untersiegelt und umterschrreben.

(Mit des Nabvbs eigener Hand.)

7. ..Der Admiral Carl XVatsön und der Oberste Robert Llive versprechen„von Seiten und wegen der engländischen Nation und der Handlungsgeselschaft, in ei-„nem guten Verständnisse mit dem Nabob zu leben, diesen Uneinigkeiten ein Ende zu„machen und sein guter Freund zu seyn, so lange diese Artikel von ihm gehalten und be-obachtet werden

» H. 120.

Eroberung Dieses waren die Vergleichspuncte, welche die Handlungsgeselschaft durch die

des französi muthigen und tapfern Maasregeln dieser beiden braven Officiere erhielt, die alles mitscheu forts zu einer Eintracht und Einmütigkeit verrichteten, welche bewies, daß sie gleich gesinnet,Lhandenazo- Ruhm begierig, und in der Sache und für die Ehre ihres Vaterlandes voller Eifer' waren. Der Krieg war nunmehro in Europa und America zwischen Grosbrmatt-nie« und Frankreich ausgebrochen, nachdem beide Höfe die Streitigkeiten und An-sprüche beider Nationen in Nordamerika durch eine langwierige Unterhandlung bei-zulegen und zu entscheiden gesucht hatten. Die Zeit des zwischen den beiden Hand-lungsgeselschaften geschlossenen Waffenstilstandes war nun auch verflossen, und dieKricgsflammen fingen an sich über alle vier Theile der Welt auszubreiten. Ohnerach*tet die Franzosen in Bengalen den unglücklichen Ueberresten von dem traurigen Vor-fall zu Lalcutta mit der Leutseligkeit und Empfindung eines gesitteten Volkes begegnethatten, so alaubte man doch mit gutem Grunde, daß der Nabob durch ihre Intriguenzu dieser Unternehmung sehr aufgemuntert worden, und daß sie Hm auch zur Aussäherung seines Vorhabens mit Kriegsbedürfnissen und Constablern beigestanden. Nach*dem von Seiten der Indianer alle Schwierigkeiten aus dein Wege geräumet worden,so beschlossen der Admiral Watson und der Oberste Lllve, ihre Waffen gegen die Fräst*zostn zu richten, und ihr Fort zu Lhandcnagore, welches ihre Hauprniederlage inBenge len war, anzugreifen. Chandenagore ist eine regelmäßige Vestung, und warbey dieser Gelegenheit mit einer zah reichen aus 500 Europäern und 700 Indtarw^bestehenden Besatzung, mit i8z Stück Kanonen, worunter sich viele vier und zwanzigpfundige befanden, mit drey Mörsern und mit einem hinlänglichen Vorrathe an Mund*»md Kriegsbedürfnissen versehen. Bey dieser Unternehmung befehligte Hr. Llive 7^

t) S. die Zeitung ««m rosten September 1757.