4.Hauptsi. i.Abs. Schicksale der engländischen Handlungsgeselschaft. 227
Europäer und iboo schwarze Soldaten oder Sipoyett. Die Admirale lVatsöttund pocock waren Befehlshaber über das Geschwader, das aus nicht mehr als dreienSchiffen v - >1 der Linie und aus einer Schaluppe bestand. Herr Llrve bemächtigte sich,che noch der Admiral ankam, aller äußern Posten bis auf eine Schanze, die zwischendem Fort und dem Fluste lag, auf welcher acht Stück vier uns zwanzigpfündige Kano-nen standen, davon viere nach dem Flusse gerichtet waren. Nachdem Herr XDatsöttdie Schaluppe den Flus hinauf geschicket hatte, um die zum Dienst des Lagers besinn-ten Boote zu bedecken, so folgte er mit dem übrigen Geschwader in aller möglichenGeschwindigkeit nach. Den i8ten Merz 1757 legte er sich zwo Meilen unterhalbThandenagore vor Anker, und fand, daß die Franzosen alles mögliche gethan hatten,ihm den Weg zu versperren. Denn sie hatten einen KanonenschuS weit von dem Fort,recht mitten in dem Strom, zwey Schiffe und noch vier andere Fahrzeuge versenket,und zween Maftbäume quer über den FluS geleget und dieselben mit Ketten vcste gema-chst. Dieses verursachte einigen Aufenthalt, weil der Admiral genöthiget wurde, dieMastbäume zu zerhauen und den Strom vorher zu untersuchen, ehe er weiter fortse,geln konte. Den 2 4sten überwand er alle diese Schwierigkeiten; und da das vordersteSchis der Schanze erst gegen über gekommen war, so brachte es solche gar bald zumStilschweigen und nöthigte die darin befindliche Mannschaft, dieselbe zu verlassen.
Das Geschwader fing an, unterdessen auf die Mauern zu spielen, von denen dreyStunden lang mit vieler Lebhaftigkeit geantwortet wurde, daß Herr Llwe seine Lauf-gräben machte und auf der andern Seite von einer Batterie feuerte. Um neun Uhrdes Abends hing der Feind eine weisst Fahne heraus, und man verglich sich dahin, daßdas Fort übergeben, die Besatzung zu Kriegsgefangenen gemacht, die indianischen Einwoh-ner indem völligen Besitz ihrer Freiheiten gelassen werden, und die Jesuiten, der Director,die Rathe und die geringern Bedienten der Handlungsgeselschaft, mit ihren Kleidern,iinnenem Zeuge und Kirchengeräthe, einen freien Abzug erhalten selten e). Die GüthecUnd das Geld, so man in dem Forte fand, waren sehr beträchtlich; allein der grösteDortheil bestand darinnc, daß den Franzosen ihre vornehmste Niederlage am Gan-ges entrissen wurde. Alle diese Unternehmungen waren mit vieler Klugheit und zurbequemsten Zeit ausgeführet worden. Die Eroberung vier ansehnlicher Forts kostetediesen tapfern Officieren nicht mehr als vier Tage, und am fünften schlugen sie die gan-^ Macht des LTslabob. Dieses waren die glücklichen Folgen der Vorsicht, der Klug-?eir, vcr Einmüthigkeit und der Tapferkeit.
§. irr.
Man lies, ehe noch die Franzosen beunruhiget und das geringste gegen Der Nabob^handenagore unternommen wurde, sichs angelegen seyn, alle die Posten, so die will den ftie-Pandlungsgeselschaft vormals inne gehabt, wieder zu erobern, den Nabob durch einen densbedin-^achdrücklichen Streich zu demüthigen und ihn durch einen Vertrag zu binden, daß er ^
^>n Jutereffe der Handlungsgeselschaft nicht entgegen handeln tönte. Dieser PrinzMte von dem Augenblick an, da er diesen Tractat unterzeichnet, nur wenig Neigungbckei, lassen, den Puncten, in die er eingewilliget, nachzukommen. Er war zwar^bigebig in seinen Versprechungen, allein er zauderte sehr lange, ehe er dieselben hieltschützte solche nichtswürdige Dinge vor, die deutlich zeigten, daß er der Handlungs«
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