4 . Hauptst. 2. Abs. Beschreibung der errgl. ostiudischen Niederlagen. 2Z5
ist sehr gesthaftig und lebhaft,, hat viel ähnliches mit einer feinen Saite einer Violin,und ist ohngcfehr drittchalb Fus lang. Wir haben neulich einen gesehen, den ein be-rühmter Naturkundiger unsers Vaterlandes in Verwahrung hat, der derjenigen Be-schreibung nahe kamt, die der Capitain Hamilron und der berühmte LAnnäus davongegeben haben. Wir gehen aber weiter und melden, daß LNocha ein grosser aberschlecht bevestigtcr Ort sey. Die Häuser sind hoch und erträglich regulär, und gebenboii LNecca aus ein gutes Ansehen. Die Thürme der vielen Moscheen erheben ihreHäupter bis zu den Wolken, und können weit in der Ferne gesehen werden. IhreMarkte sind mit Rind-Hammel - lamm - Ziegen - Kameel-und Antilopenfleisch, gemei-Ue>n Federvieh, guineischen Hünern, Rebhünern und Tauben, reichlich versehen. DieSee gibt ihnen eine Menge von Fischen, die aber nicht gut schmecken; welches einige der"ngemeinen Salzigkeit des Wassers und der Beschaffenheit ihrer Nahrung zuschreiben.Mit Obst, als Trauben, Pfirsichen, Apricosen, Quitten, Nectarinen, sind die Märktegestopft voll, ohncrachtet nahe um die Stadt nicht ein Strauch, nicht ein Baum zu fin-den ist, nur einige Dattelbäume ausgenommen. Oft weis man hier in zwey bis dreyfahren nichts von einem Regen, und selten komt in einem Jahr mehr als ein oder zwey^üsse. Nur in den Gebirgen, auf zwanzig Meilen von der Stadt Mocha, wird dieErde alle Morgen mit einem gelinden Regen gewassert, der die Thäler an Getreide undObst, die dem Cuma natürlich sind, fruchtbar machet. Die Religion des Landes undder Stadt ist die mohammedanische, in welcher die Leute streng abergläubig sind, ohner,hchtet ihre Uebung sich schwerlich mit einer andern Religion vergleichen lasset; wie dennüberhaupt die Heucheley das unterscheidende Merkmal eines Arabers zu Mocha ist.Ähre Zusagen, die sie aber selten halten, thun sie unter der feierlichsten Anrufung GOt-^ und der Richter halt eine ernstliche Strafpredigt wider die Bestechung, indem ermNe Hand nach einem Geschenk ausstrecket. Rauben, Stehlen und Kapern ist hiereben so Mode, als das Huren, Ehebrechen und Saufen in einigen europäischen Städtenüblich ist; und dennoch svlte man aus der ernstlichen Miene der Leute urtheilen, als ob^ie Aufrichtigkeit eines Lüto in eines jeglichen Brust wohne. Die englandischen undMändischen Compagnien haben einige artige Häuser, aber ohne die Pracht und denStaat, der in einigen andern ihrer Niederlagen getrieben wird. Die Engländer wer-ich hier sehr werth gehalten, und sie treiben einen ganz erstaunlichen Handel mit Caffee,Aibanum, Myrrhen, Aloe, fleißigem Storap, weiffem und gelbem Arsenicum, arabischemchummi, Mumien, Balsam aus Gilead und andern Specereien. Indes müssen siebch einer Unbequemlichkeit, nemlich der Gewaltthätigkeit und Erpressung der arabischenDürsten, unterwerfen; denn des Königs Zölle, sind erträglich, indem die Europäer nur^'ey vom Hundert geben. Anlangend die Münzen zu LNocha, so ist die Lamaßie dieWohnlichste, die im Werthe steiget und fält, nach dem es dem Banquier beliebig-ist.
bild ^n fünfzig bis zu achtzig gegen einen Current Thaler, der nur eine eilige,Nifck- ist, und wird ein und zwanzig und ein halb Mechter gehalten, als diespa-
Nack? ^er. Was ihr Gewicht anbetraft, so ist dessen Unterschied schier unendlich,^ Sachen verschieden sind, die gewogen werden. Sie führen das banianische), das Magiet- Amber- Angala- Gold - und Silbergewicht u. s w.
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§. ir6.
a) Hamilksn x. ,4;.