4.Haup.tst. 2.Abs. Beschreibung der engl. ostindischeu Niederlagen. 251
wird. Einige schreiben den Fehler dem zu, daß er eingesamlet wird, ehe er reif ge-worden; andere aber suchen die Ursache im Boden und Clima. Die Ruppins sindhier die Currentmunze. Sie führen auch Vetterianer, Gubbers, LNaggerbees,
Und Pagoden. Ihr Gewicht ist dem zu Lellicherry und Corwar gleich s ).
§. IZZ-
Wir handeln nun auch vom Fort St. David, wo eine Niederlage ist, die Beschreibungfür die Compagnie mehr auf sich hat, als alle, die bisher angeführet worden, nur des Fort Sc.Bombay ausgenommen. Es lieget unter dem ir" 40 der nördlichen Breite. Ehe- Davids»dem führte es den Namen Tegaparan, den es auch in den besten neuern Charten,sonderlich aber in des Herrn Roberts ^tlris universelle beibehalten hat. Im Jahri k>8ü verkaufte es ein Maharatkenfürst an Herrn ElijaNale, zum Nutzen und Ge-brauch der ostmdischen Compagnie. Es wurde mit dem dazu gehörigen Gebiete füryoOoo Pagoden verkauft, welche Summe die Compagnie sich nicht reuen zu lassenlirfache gehabt hat. Ihr Gebiet erstreckt sich längs der Seeküste auf acht Meilen, undgeht vier Meilen instand, welches angenehm, gesund und fruchtbar ist, und von verschie-denen Flüssen gewassert wird, die sowol das Fort bevestigen und verschönern, als auch denUmliegenden Boden fruchtbar machen. Das Fort ist regulair angeleget, mitKanonen besetzet und hat eine gute Garnison, die demselben sonderlich wegen der Nach-barschaft mit pondicherry nöthig ist. Dessen nicht zu gedenken, daß seit der Zeit,da Aurengzeb Visapore und Golkonda erobert, eine Menge Misvergnügter dieBerge besetzt gehalten, von welchen sie oft gefährliche Streifereien ins offene land vorneh-men. Alsdenn rauben, plündern und verwüsten sie alles, was ihnen in den Wegkomt, und sie können von der mogulschen Macht nicht zurück gehalten, wenigstensNicht gedämpfet werden 2 ). Als die Engländer das Fort St. David kauften, sohatten die Holländer eine kleine Factorey daselbst, die sie auch bis auf den heutigenTag beibehalten. Sie finden unter den Engländern im Fort St. David und zu^ladrast den Schutz und die Sicherheit, die sie ihnen (selbst) zu poleroon und Ambsinabersagct. Freilich dürfen sie keinen offenen Handel treiben, ohne einen gewissen Zollber engländischen Compagnie zu entrichten. Diese Colonie verfertiget schöne TücherM grosser Menge, und zwar in brauner, weisser, blauer und andern Farben. Jn-
J i 2 gleichen
8°) Galmon Vol. 1. x. 24z.
.I) Im Jahr 1698, ehe das Fort St. Da- um Erlaubnis, ihr Geld auf einige Tage inSMd auf die gegenwärtige Art bevestiget wurde, Fort St. DaviS niederlegen zu dürfen; welchesMete nicht viel, so hatten sie sich durch List und sie auch erhielten. Sie brachten daher zehen bissibervortheilung der ganzen Niederlage bemach- zwölf Ochsen ins Fort, die statt Geldes mit^Nt. Da der Anschlag etwas ausscrordentlicheS Kriegsmunition beladen waren; bey jeglichem?? sich hat, so wird eS dem Leser nicht Missal- Ochsen waren zwey Kerl, und ausserdem eine Be-' 2 , seyn, wenn etwas davon gemeldet wird. deckung von 200 Mann. Der Gouverneur^ gaben bey Herr Fraxer, dem damaligen nahm den Schah an, brauchte aber dabey die Vor-^»verneur, vor, daß sie vom Vicekönig von sichtigkeit, daß die Bedeckung die Nacht über5 ssapore gesendet worden, die Einsamlung der ausserhalb der Stadt in einem Gehölze bleiben muste.
'Nkünste zu Porto ttovo zu übernehmen und Da ihnen nun dieser Streich fehl geschlagen war,selben in den Schatz nach Visapore zu brin- so wollen sie mit Gewalt eindringen, wurden aberLrl'a sie sich aber von den maharattischen zurück geschlagen, und alsdann wurde die Con-Meutern eine Gefahr vorstelleten, so baten sie spirativn entdecket 7).
?) Hamilts» vu.