268 xm.Buch. Historie der ostindischen HättdlungsgeselschafteN)
unglücklichen Landeskinder bauet. Wenn ein solcher, der im Lande geboren worden,das Unglück hat, dem geringsten brittischen Unterthan misfallig zu werden, so wird erwegen der überwiegenden Autorität der Compagnie an Gelde, oder mit Gefängnis, oderauch am Leibe bestrafet. Alle Religionen werden hier gedultet, nur der Presbyters-Ner ausgenommen. Denn unter allen Personen ist ihnen keine verhaster, als ein Se-ctirer. Den Heiden wird erlaubet, ihre Götzenbilder in Proceßion herum zu tragen;aber ein presbyterianer darf hier GOtt nicht dienen, wenn er nicht ein Chorhemdeüberhänget. Die Colonie der Compagnie ist durch eine Landmark zu Governapore,und durch eine andere ohuweit Baruagul, ohngefehr sechs Meilen davon, eingeschrän-ket ; und auf der Landseite bestimmet die salzige See ihre Grenze. Man rechnet, daßauf i zooo Menschen darunter begriffen sind. Die Einkünfte, so die Compagnie De-von hat, sind ansehnlich und werden richtig abgetragen. Sie entstehen aus Grundzin-sen, und einem Zoll auf alle einund ausgehende Waaren der brittischen Unterthanen-Denn alle andere Nationen sind zollfrei). Die engländischen Herren und Damen lebenim Fort VOtlltam prächtig und vergnügt. Den Vormittag widmen sie ihren Ge-schäften, den Nachmittag schlafen sie, uno des Abends machen sie sich lustig. Sie sichlen in Palaquins oder Chaisen Spaziergange in die Felder und Garten an, oder auchzu Wasser auf Budgeroes, einem bequemen Fahrzeuge, das sehr schnell fähret. H>ckfischen sie entweder, oder schießen Wafferendten, kalkucsche Hüner oder anderes Flügel-wildpret. In der Nacht legen sie fteundschaftliche Visiten ab, es sey denn, daß Scol)und Pralerey ihnen das geselschaftliche Vergnügen raubet, weiches sich sehr oft zutra-get. Insonderheit leben die Weiber in beständiger Feindschaft, die aus der Eifer-sucht wegen der Kleidung, Tafel und Ranges entstehet. Kurz, weder Männer nochWeiber Harmoniken in einem Stück, ausser daß sie die im Lande Gebornen quälen, ih-ren Reichthum durch alle ersinnliche Mittel vermehren, und dabey viel drauf gehenlassen und grossen Staat führen l). Obwol die Compagnie eigentlich keine FactoreYzuHuglyhat; so wird doch, da dieser Ort der grosse Handelsplatz, in Bengal ist, ei-ne kurze Nachricht davon nicht undienlich seyn. Es ist derselbe sehr gros und erstrecktsich auf zwo Meilen längs dem Flus, ist aber schlecht gebauet. Es wird daselbst einerstaunlicher Handel getrieben, indem alle fremde Waaren hier ausgeladen und alleLandesproducte von Bengak und aus den benachbarten Provinzen zur Ausfuhr hiehckgebracht werden. Fünfzig bis sechzig grosse Schisse werden hier jährlich befrachtet, des-jenigen nicht zu gedenken, was auf kleinern Fahrzeugen nach verschiedenen Länder^vertrieben wird. Die Fahrzeuge^ die den Salpeter von paranu hieher bringen,oftmalen fünfzig Klaftern lang, fünfe breit, dritthalb tief, und laden rov Tonnck-
werden. Es würde zu weitiäuftig seyn, wenn alle Güther, die aus diesem Hafen achgehen, namhaft gemachet weroen selten. Viele derselben kau-man auf dem Mackplatz der Compagnie sehen; indes sind Opium, Pfeffer, Toback und verschiedene andre Arten von Waaren, das vornehmste, so von den indianischen Schiffenwird. Wir beschießen diese Nachricht von Bengak mir der Anmerkung, daß
sichugk^
Revolution in Stakn, und seit der Zeit / da die Engländer durch ihre eigene tlnvo^
l) Hmnilroir Vvl.2. o.z;.Z4. Aalmott p 25-r.