Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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273
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4.Hauptst. 2.Abs. Beschreibung der engl. osiindlschen Niederlagen. 27z

Vorgebirge der guten Hofnung, meist aufdem halben Wege zwischen dem besten Landebon Atrien und America, Loch diesem etwas naher als dem vorigen, als von welchem«sauf i2oo Meilen ablieget, und wird daher mit unter die Inseln desselben gezäh«let A). Da die Winde immerfort aus Südost eine angenehme Kühlung geben, so kanMan sich keine angenehmere Reise vorstellen, als die vorn Vorgebirge der gutenHofnuugnach St. Helena, die gemeiniglich in wenigerZeit als drey Wochen zurückge-leget wird, ohne daß man ein Segel einziehen, oder den Seefahrern die geringste Furchtwegen eines Sturms machen darf. Dahingegen ist das eine der grasten Unbequem-lichkeiten, die mit der Lage dieser Insel verbunden ist, daß die auswerks befrachtetenindianischen Schiffe nicht an dieselbe anlanden können, sondern in einem Striche von^Naderra, oder wenigstens von den kanarischen Inseln, oder vom grünen Vorgebirge,'wo sie selten einlaufen, bis zum Vorgebirge der guten Hofnung fahren müssen.Da die Winde in diesen Meeren beständig aus Südost wehen, so kan man nordwertsnicht gerade hieher segeln; und ein Schis, das von England nach St. -Helena gehet,Mus erst bis an das Capo südwerts segeln, und von da nach dieser Insel zurück kehren;und es ist noch streitig, ob St. Helena von Europa jemals geradezu dreimal befah-ren worden, ob man uns wol gemeldet Hat, daß dergleichen zufälliger Weise vonStürmen oder andern aufferordenrUchen Ursachen entstanden v). Als die Portugie-sen, Liese grossen Stifter der Handlung und Schiffahrt, zuerst St. Helena entdeck,ten, so versorgeten sie dieselbe mit Schweinen, Ziegen und Federvieh, und fuhren andieselbe, um sich mit Lebensmitteln, Wasser und Erfrischungen auf ihren indianischenweisen zu versorgen, die damals sür ungleich gefährlicher und langweiliger gehaltenwurden, als sie nach erlangter Erfahrung in der Seewiffenschaft geworden.Man weis aber nicht gewis, obste damals eine Colonie auf derselben angeleget; ob eswol sehr wahrscheinlich ist, daß sie es wirklich gethan, um sich durch dieselbe alles zuzuberei,w», was ihnen bey der Ankunft ihrer Schiffe nöthig seyn möchte. In dieser Meinungwerden wir durch die Anmerkung des berühmten Commvdore Roggewm bestärket,welcher versichert, daß die Portugiesen, nachdem eins ihrer indianischen Schiffe hie,ber geworfen worden, nach dem Schifbruch eine Capelle hier angebauet, welche, obbe wol mit der Zeit gänzlich verfallen, dem schönsten Theil der Insel und einer derschönsten Gegenden in der Welt ihren Namen gegeben p). Dieser geschickte Seefahrer

sagst

v) Pirard de la Val epuä Usrns rom. i. p. 702. y) Harris p. ;<»-

. LNandelslo sagt i» seiner Reisebeschrei-^"3 nach Indien, daß St. -Helena sechzehenWd und zwölf Minuten sudwert« liege, undz;o Meilen, von Brasilien 510

- »eilen, vom Vorgebirge der guten -Hof,lav? Meilen entfernet sey. Pirard de.

^bet sie unter den i6ten Grad und 620

- »eilen von crwehntcm Capo; dahingegen derdtH ^'tsanie Seefahrer Roggewin versickert,^ sie unter dem 16^ i;' Minnren der südlichenche«"^' Meilen von Augusiin lieae, wel-

°<w nähcste Land ist. wilbelm Lunnel

^'W.H.2b.TH. r7.H.8.TH.

stellet sie in seiner Rcisebeschrcibung gleichfals un-ter den sechzehnten Grad der südlichen Breite und2 2sten Grad der Länge westlich vom Capoan; dahingegen der berühmte Lavendishsagek, daß Ne unter dem i;° und 48' der südli-chen Breite liege. Die Lage, die wir ihr be-stimmet haben, ist nicht nur der Mittelweg zwi-schen diesen widrigen Meinungen, sondern es istauch der Grad, der durch den vortrcflicken Ma-thematicus, den grossen D. Halley, bestimmetworden.

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