Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
280
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LZo Xlil. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

Aufnahme gehöret, bereit finden. Die Leser werden es uns hoffentlich verzeihen, daßwir uns bey diesem unerheblichen Platz so lange aufgehalten haben, weil wir glauben,daß derselbe zur Ehre und Vortheil der ostindischen Compagnie angewendet werden kön-ne. Diese Nachsicht erwarten wir um so viel mehr, da sie von einer der besten Colo-nken unserer Landeöleute bewohnet wird, welche die alte englandische Gastfreiheit undAufrichtigkeit, die unverstelte Einfalt und gute Gesinnung gegen unsere Vorfahren bei-behalten haben, und die keinen Ansatz von dem albernen Stolz und närrischen Ver-schwendung ihrer Nachkommen an sich genommen, dadurch fürstliche Güther den Lei-denschaften und der Eitelkeit eines einzeln unwürdigen Menschen aufgeopfert werden, oh-ne dabey eine einzige Handlung zu verrichten, die dem gemeinen Wesen nützlich, oderder Würde der menschlichen Natur geziemend wäre.

§. 150.

Warum die Schlieslich bemerken wir, daß die Compagnie ehedem im Besitz verschiedener

Engländer Faetoreien an' den Küsten des chinesischen Reichs sowol als im Königreich Tonquitt ge-sucht nach- tvesen, die aber jetzo eingegangen sind. Sie handeln zwar noch stark in diese Gegenden,Lein dürfm Hecken aber keine beständige Factoreien daselbst. Ihr Haus stand sonst auf der Jli-' ' sel Lhujan, da der Handel noch nach Ameyor ging. Von da aus wurde derselbe nachLanton verleget, wo er vierzig Jahr hinter einander dergestalt blühete, daß sie Hof-nung hatten, dieses Vortheilhafte Commercium völlig an sich zu ziehen. Es wurde aberdiese Erwartung durch die schwere Auflage auf den Thee und andere chinesische Waarenvereitelt. Diese hohe Taxe gab zu allerhand Unterschleifen Anlas, dadurch der chinesi-sche Handel in grossen Verfall gerieth. Da nun diese Auflage grossen Theils wiederaufgehoben ist, so ist zu vermuthen, daß der Handel wieder auf den vorigen FuS kom-men werde; wiewol man aus dein neuerlichen erstaunlich hohen Preis des Thee urthei-len mus, daß es entweder am Commercio selbst, oder an der Führung desselben mangelnmüsse. So viel ist gewis, daß die Regierung allezeit unüberlegt handelt, wenn sie dieseWaare so hoch impostiret, indem die Einkünfte allezeit verhaltniswcise steigen, well"der Preis des Thee fält. Ob dieses nun ein mit allen andern Umstanden verbundenernatürlicher Vortheil ist, das können wir hier nicht untersuchen. Die Compagnie ist ge-wissermaßen von dem Handel nach Manila oder nach den philippinischen Inseln gänz-lich ausgeschlossen, wenigstens darf es nicht öffentlich geschehen. Die Franzosen sage"zwar, daß sie daselbst unter irländischen Flaggen handelten, sie werden aber am bestellwissen, was das für Flaggen sind, oder ob dieselben den Schiffen einigen Schutz gebe"können. Wir sind der Meinung, daß, wenn fa mit diesen Inseln einiger Handel ge-trieben wird, solches vielmehr unter mohrischen, armenischen oder portugiesischen Fl^gen geschehe. Die Gewohnheit der spanischen Nation hat hierin ihres gleichen Nl'ch^'Der Handel ist offen, und es ist kein Volk auf dem Erdboden davon ausgeschlossen,die Holländer und Engländer. Eine Vorsichtigkeit, die von unerheblicher Folge Awo die Einwohner solches ohne ihren Schaden übersehen können. In Japan ist nE

die geringste Spur von einem engländischen Commercio zu finden; indem alle Waare"

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